Lienz, Nikolsdorf

Der Flugplatz steht und fällt mit der Pacht

Elisabeth Blanik droht, Flugplatz wegen hoher Pacht zuzudrehen. Den Verpächter Bernhard Astner beeindruckt das nicht

Die Pacht für den Flugplatz dürfte zur Schlüsselfrage werden. Für die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik ist der derzeitige Pachtzins inakzeptabel. Verpächter Bernhard Astner will keinen Cent nachgeben © KASUPOVIC
 

Die Thermik, in der die Causa Flugplatz Nikolsdorf segelt, ist keine gute. Seit Übernahme der Platzes durch die Flugplatz Lienz-Nikolsdorf Betriebs-GmbH werden hohe Abgänge produziert, Fortschritte gibt es aber nicht (wir berichteten). Ein Klotz am Bein der Betreiber, zu denen die Talbodengemeinden, der Tourismusverband, Fliegervereine, Firmen und Privatpersonen zählen, ist die Platzpacht und ein anstehender neuer Pachtvertrag mit Grundbesitzer Bernhard Astner.

Ein neuer Vertrag muss ab 1. Jänner 2017 in Kraft sein, um den Fortbestand des Flugplatzes zu sichern. Zehn Hektar landwirschaftliche Fläche stellt Astner zur Verfügung – um einen Pachtzins von 40.000 Euro im Jahr. „Die Höhe des Zinses ist seit 2002 unverändert, ausgenommen Indexsicherung“, sagt er.
Die Stadt Lienz hat an der Betriebs GmbH die höchste Beteiligung aller Talbodengemeinden.

„Die Kuh zu Tode melken“

Für Bürgermeisterin Elisabeth Blanik ist die Höhe der Pacht inakzeptabel: „Ich habe Astner schon gewarnt, er soll die Kuh nicht umbringen, aber er melkt sie zu Tode“. Die Pachthöhe habe ihren Anteil an den Abgängen in der Flugplatz-Bilanz. „Steckt Astner mit seinen Forderungen nicht zurück, dann drehen wir da unten zu und suchen einen anderen Platz. Die beteiligten Gemeinden lassen sich sicher nicht von einem Einzelnen erpressen, schließlich geht es hier um viel öffentliches Geld“, gibt sich Blanik beinhart.

 

DATEN UND FAKTEN

Flugplatz-Pacht. 2002 schlossen TVB-Lienzer Dolomiten und Grundbesitzer Josef Astner erstmals einen Pachtvertrag ab. 2011 wurde der Vertrag zwischen TVBO und Bernhard Astner verlängert. Astner verlängerte diesem Vertrag 2014 bis Ende 2016 für die Flugplatz Lienz-Nikolsdorf Betriebs GmbH.

Astner gibt an, dass noch niemand mit ihm den Kontakt für einen neuen Pachtvertrag gesucht habe. Seine Conclusio: „Zurzeit sieht es so aus, als gebe es den Flugplatz nächstes Jahr nicht mehr.“ Astner kennt auch die Ansagen von Blanik – bleibt davon aber völlig unbeeindruckt.
„Ich werde keinen Cent nachgeben, nur weil die Betreiber es nicht mehr derschnaufen“, betont der Grundbesitzer, der selbst fünf Prozent Anteile an der Betreibergesellschaft hält.

Er habe eine Bewertung für seine Flächen machen lassen. Demnach verlange er sogar viel zu wenig. Und wenn der Flugplatz absiedle, werde er dort Spezialkulturen, etwa Nutzhanf, anbauen.

MICHAELA RUGGENTHALER

Kommentare (19)

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PeterPandi
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Nun lobe ich den TVBO

(Ironie)

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gsauer
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Wenn man 40000

nicht mehr aufbringt,dann gute Nacht liebe Bürgermeisterin.Bei jeden Geschäftslokal Wirtshaus in der Stadt wissen sie nicht was sie verlangen sollen an Pacht.Ausserdem fehlt ein Konzept am Fugplatz, eine kleine Gastwirtschaft oder Cafe.

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Bei der Sperre des Felbertauern

nach Felssturz, wurden in einer Aussendung Flüge nach Innsbruck angedacht. Auf meine Anfrage, ich suchte dringend diese Möglichkeit, hat man mich ausgelacht!!!Es ist also nur ein Sportflugplatz für Hobbyflieger und James Bond!!!!!

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gsauer
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Wenn man 40000

im Jahr nicht mehr aufbringt,dann gute Nacht.Wieviel ist ein Pacht für ein Wirtshaus in der Stadt ,unter 3000 wird man nimma viel bekommen.Monatsmiete .

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inspirator
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Lienz Ost NEU?

würde mich interessieren, wo denn ein passender Ausweichplatz machbar wäre!
Neue Start- und Landebahn, dass dann all die Flugzeuge die sich die Betreiber schon lange wünschen dann auch endlich landen könnten. (Jet´s für die Wirtschaft und die reichen VIP`s.) Wurde das nicht alles schon Jahrelang geplant und versprochen????

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wichtschass
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Werther inspirator

ja,Sie haben recht,wenn es nach den Aussagen des Herrn Theurl geht dann landen u. starten jede Woche zig-Maschinen mit Golfspieler........,aber lassen wir den Theurl träumen.

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Huettenwirt
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Zahlenspiel

Wenn der Pachtzins wirklich seit 2002 unverändert ist ( ausser Indexanpassung ), dann ist es ein grosses Entgegenkommen seitens des Verpächters. Wenn eine Betreibergesellschaft kein Konzept hat und die Nutzniesser des Platzes nicht zur Kasse bittet, dann fehlt es offensichtlich an kaufmännischem Denken. Ich sehe absolut keinen Grund, warum der Verpächter den Pachtzins reduzieren sollte und sehe es so wie der Verpächter: Das AUS zum 31.12.2016!

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08schreiber15
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"und suchen einen anderen Platz"....

wieder einmal eine weltfremde Aussage der Frau Blanik. Ein neuer Platz mit Infrastruktur, UVP, Bürgerbefragung würde mindestens gleich viel kosten wie 10 Jahre Pacht an Herrn Astner. Also zuerst denken, dann reden. (Faymannschock vielleicht)

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FRBR
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Die Pacht war ja wohl bekannt,

als man die neue Betreibergesellschaft gründete.

Diese Neue Gesellschaftsgründung sollte wohl hauptsächlich einen Zeitgfewinn bringen. Man hatte wohl schon vorher geschlafen, und dieser Schlaf ist wohl weitergegangen...

Blamabel für die Haupakteure!

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Wenn mit dem Grundeigentümer Bernhard Astner noch niemand über einen neuen Pachtvertrag geredet hat (wer hat denn den derzeitigen 2014 ausverhandelt, sicher nicht mehr der TVBO?), dann ist das von Frau Blanik wohl eine Politik der verbrannten Erde.
So (knallharte Botschaften über die Medien) agiert man/frau gegenüber Grundeigentümern nur, wenn man die Notbremse ziehen, aussteigen und seitens der Stadt und der Gemeinden keine einvernehmliche Lösung mehr haben will.
Da hat frau/man wohl kalte Füße bekommen?

Wo ist denn jetzt der Chefverhandler Kuenz? Der war doch auch einer der Dölsacher Masterminds dieser neuen Lösung ohne TVB?

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Mastermind = Vordenker = Kuenz

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Jetzt muss die Mair Sepp-Stellvertreterin Blanik herself für den Planungsverband ausrücken, weil der liebe Sepp wieder einmal alles verschlafen hat!

Wieviele Funktionen will denn der noch mit seiner latenten Untätigkeit ausüben? Bleibt nur noch abzuwarten, bis vom Sepp die Forderung kommt, der TVB soll jetzt wieder voll einsteigen und alles bezahlen...Aber dort ist er ja in weiser Voraussicht abgewählt worden! Jetzt bleiben noch die Stadt Lienz und die Gemeinden des Talbodens als künftige Hauptzahler, nachdem sich auch die Flugvereine kräftig saniert und zu günstigsten Kosten saniert haben...

Da hat das Land Tirol wohl auf die falsche „Zugmaschine“ gesetzt: Man hat geglaubt, mit dem Sepp kommt jetzt ein Turbo-Lader mit Riesen-Reifen a la „Stadtler“, gekommen ist aber ein altersschwacher Oldtimer-Traktor aus den verträumten Fiftees des 20.-sten Jahrhunderts, und der hat keinen Ferrari-Motor, sondern noch eine Handkurbel, so ganz im Mair-Style...

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Wadlbeisser
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Zahlt der für die 40000,-- auch Steuern?
Oder sind die Bauern bei solchen Pachteinnahmen auch begünstigt.

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FRBR
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Man sollte jetzt nicht den Verpächter anpatzen,

das ist doch egal ob er Steuern zahlen muß oder nicht.

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Wadlbeisser
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Ist nicht egal - gehts noch

Jeder Unternehmer, Angestellter od. Arbeiter muss für das was er verdient Steuern zahlen. Warum sollte einige ausgewählte keine Steuern bezahlen?

Ich geh mal davon aus das in diesem Fall die Steuern ordnungsgemäß abgeliefert werden - ansonsten ware das ziemlich dreist!
Aber vielleicht liest ja jemand vom Finanzamt diesen Artikel!
Es gilt die Unschuldsvermutung

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FRBR
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Der Nickname stimmt,

das ist übelstes Anpatzen, noch dazu anonym!

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Wadlbeisser
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Wenns denn alles rechtens ist dann hat er ja nichts zu befürchten.
Im übrigen habe ich niemanden angepatzt - Bitte mein Posting genau durchlesen besonders die letzte Zeile!

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franziskaner
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Setzen fürs wetzen

Rechnen war schon nie die stärkste Seite der dort Zuständigen wichtigmacher.wer sich einen Segelflieger oder ähnliche Fluggeräte leisten kann der muß eben soviel zahlen das die Kosten gedeckt sind Astner soll die Pacht erhöhen

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TATSACHE...

..die den Hals nicht vollkriegen...:-(

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