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Lienz

Das Lienzer Gymnasium wird überrannt

Ein Signal für den Erhaltung der Unterstufe in Osttirol. Erstmals in seiner Geschichte startet das Gymnasium Lienz im Herbst mit sieben ersten Klassen.

Das Gymnasium Lienz mit seiner Unterstufe ist derzeit begehrt wie noch nie © KK/Privat
 

Wer hätte das gedacht? Mitten in der Diskussion um Osttirol als Modellregion für die Gesamtschule der Zehn- bis 14-Jährigen ist das Gymnasium Lienz gefragt wie nie zuvor. Zur Erinnerung: Eine Gesamtschule, wie sie das Land mit der zuständigen Referentin Beate Palfrader (ÖVP) präferierte, würde die Eliminierung der Unterstufe des Gymnasiums mit sich bringen. Bezirkspolitiker der ÖVP, SPÖ, FPÖ und impuls-Tirol sowie die Direktorin des Gymnasiums, Ursula Strobl, stiegen dagegen auf die Barrikaden.

165 Kinder

Und ja: Jetzt erlebt diese Unterstufe geradezu einen Ansturm, so, als hätte die Diskussion um den drohenden Verlust der Unterstufe werbewirksam voll eingeschlagen. 165 Kinder aus allen Ecken des Bezirkes sind für den kommenden Herbst zur Einschreibung vorgemerkt. Das bedeutet: Mit dem neuen Schuljahr hat das „Gym“ sieben erste Klassen.

Genug Platz und Personal

„Diese Klassenzahl hat es in unserer Schule seit ihrem Bestehen noch nie gegeben“, freut sich die Direktorin Ursula Strobl, die jedoch noch darauf wartet, dass die erforderlichen Werteinheiten genehmigt werden.
Diese Bewilligung dürfte aber keine große Hürde sein. Fest steht: Das Gymnasium hat für die große Zahl an Neueintritten die erforderlichen Räumlichkeiten und auch das Personal. Hört man in das Volk hinein, ist zu vernehmen: Der Ansturm auf das Gymnasium begründe sich damit, dass die Neue Mittelschule einen sehr schlechten Ruf habe.

Diese Klassenzahl hat es in unserer Schule seit ihrem Bestehen noch nie gegeben. 

Ursula Strobl

Das will Strobl weder bestätigen, noch in der Sache selbst kommentieren. Im Gegenteil. Sie stellt fest: „Die Lehrer in den Neuen Mittelschule haben das System ja nicht erfunden.“ Strobls Argumentation für den unerwarteten Zustrom ins „Gym“: „Der Grundtenor der Eltern war: Sie wollen explizit, dass ihre Kinder in das Gymnasium gehen – auch aus den hintersten Tälern.“

MICHAELA RUGGENTHALER

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Dolomiti
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Gymnasium Lienz

Die neue Mittelschule ist gescheitert.
Schüler und Eltern haben sich klar für das Gymnasium und somit richtig entschieden.
Die Politik will den Eltern alles vorschreiben und gerade am Land unter dem Motto "Friss oder stirb" drüberfahren.
Der Politiker selbst gibt sein Kind in ein Privatymnasium, ja sogar in Privatkindergärten, Privatvolksschulen usw.
Dem Lienzer Gymnasium alles Gute.

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solder
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2
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das erfolgsmodell von claudia schmied

scheint doch nicht so erfolgreich. ihre Nachfolgerin wird sich was einfallen lassen müssen, aber dafür dürfte sie zu einfältig sein.

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