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Vorderes Iseltal

Iselcamp: Jetzt sind die Unternehmer am Zug

Vier Bürgermeister stellten das Iselcamp als erstes „Natura 2000“- Projekt vor. Nun braucht es Unternehmer, die Geld investieren und mitarbeiten.

Die Bürgermeister Gollner, Poppeller, Pedarnig und Huber unterschrieben gestern die „Isel-Deklaration“ © Hartweger
 

Über die Ausweisung der Isel als „Natura 2000“-Gebiet waren nicht alle erfreut. „Es ist jetzt aber so. Unsere Nachkommen werden uns danach beurteilen, ob es uns gelungen ist die Chance zu nutzen“, sagt Karl Poppeller, Bürgermeister aus Ainet. Gemeinsam mit seinen Kollegen Martin Huber (Oberlienz), Franz Gollner (St. Johann) und Ludwig Pedarnig (Schlaiten) hat er den ersten Schritt gesetzt und ein Iselcamp als Wirtschaftsentwicklungsprojekt den Bürgern vorgestellt. „Es kamen viele Ideen aus der Bevölkerung und wir waren über die positive Stimmung überrascht“, sagt Huber.

Ein Entwurf des Iselcamp-Projektes Foto © KK/Revital

Wo das Camp entstehen soll, ob es in bestehende Camps integriert wird und wer es betreiben soll, ist noch offen. „Hier sind die Unternehmer gefordert, Geld in die Hand zu nehmen. Ohne die, geht es nicht. Wir brauchen Übernachtungsmöglichkeiten in den Gemeinden. Ich bin überzeugt, dass sich Menschen mit Unternehmergeist finden lassen“, erklärt Gollner.

Campingplätze

Einen Adventure-Park in Ainet gibt es bereits. Betreiber Walter Hegenhauser sieht das geplante Projekt positiv: „Es ist eine Chance, zusammen zu arbeiten. Wir werden spätestens 2017 mit dem Bau von 45 Campingstellplätzen und Blockhütten beginnen. Das würde in das Projekt passen.“ Das sehen auch die vier Gemeindeoberhäupter so. Geplant sind auch Wander- und Mountainbikewege, die das Naturerleben abrunden sollen.

Die Unternehmer sind gefordert, Geld in die Hand zu nehmen. 

Franz Gollner

Damit das gelingt, unterschrieben gestern die vier Bürgermeister eine „Isel-Deklaration“ mit zehn Zielen. Darunter sind die Weiterentwicklung der Synergien zwischen Hochwasserschutz, Ökologie und Erholung, die Förderung einer sensiblen Nutzung der Isel für den Wildwassersport und die Erhaltung einer lebendigen, nachhaltigen Landwirtschaft. Auch die Forcierung von Industrie und Gewerbe im Bereich Holz sind im Gespräch.

KARINA HARTWGER

Kommentare (2)

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Michael Obwexer
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Woher dieser Gesinnungswandel?

auch dort, wo die touristische Infrastruktur schon vorhanden ist, wurde so ein Projekt im Jahr 2015 vom Regionsmanagement Osttirol einstimmig abgelehnt und verhindert. Wir als touristische Unternehmer verstehen die Welt nicht mehr.

Mfg
Michael Obwexer
Hotel Rauter GmbH & CoKG

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Milvus
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camp

Im Iseltal benötigt es 4 Bürgermeister um etwas zusammenzubringen, in Tristach hat ein Bürgermeister gereicht um ein ähnliches Projekt abzuwürgen.

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