Stark gestiegene Energiepreise und die hohe Inflation wirken sich auch auf das Budget der Tiroler Gemeinden aus. Um sie zu entlasten und kommunale Investitionen sicherzustellen, beschloss die Tiroler Landesregierung ein Entlastungs- und Unterstützungspaket für Tirols Gemeinden in Höhe von 25 Millionen Euro. Die Gemeinden im Bezirk Lienz bekommen davon knapp 2,3 Mio. Mit dem einhergeht auch eine notwendig gewordene Novelle des Gemeinde-Vertragsbedienstetengesetzes, die gemeinsam mit dem Gemeindepaket im Februar dem Tiroler Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

"Damit sollen die Mehrkosten für Energie, Personal und die allgemein hohe Inflation zu einem großen Teil abgefedert werden. Wir ermöglichen es den Gemeinden, mit diesen Mitteln, zu investieren und auch die notwendigen Eigenmittel aufzubringen, um die Fördergelder des Bundes abzuholen", erklärt Finanzreferent und Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP).

Fixbeträge plus weitere Finanzmittel je nach Finanzkraft der Gemeinde

Im Finanzzuweisungsgesetz wird der Aufteilungsschlüssel zur Verteilung der 25 Millionen Euro definiert. Je nach Größe der Gemeinde erhalten die Gemeinden in einem ersten Schritt entsprechende Fixbeträge – so sind beispielsweise für Gemeinden mit bis zu 500 Einwohner 20.000 Euro vorgesehen, für Gemeinden zwischen 4001 und 5000 Einwohner 150.000 Euro und für Gemeinden mit über 50.000 Einwohner 1,5 Millionen Euro. In einem weiteren Schritt erfolgt die Auszahlung des restlichen Betrags unter Berücksichtigung der Finanzkraft der Gemeinden. "Damit wird jenen Gemeinden geholfen, die aufgrund geringerer Budgetspielräume stärker von der Teuerung betroffen sind", betont Mattle.