Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

33. DolomitenmannErstmals gibt es fünf Teiletappen

Die 33. Auflage des „härtesten Rennen der Welt“ wartet heuer mit einigen Neuerungen auf. Der Start-Zielbereich befindet sich im Dolomitenstadion. Die Mountainbiker müssen zweimal aufs Rad.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Snowboardweltmeister Benjamin Karl wird auch heuer wieder beim Dolomitenmann an den Start gehen © KK/Red Bull Content
 

Den härtesten Teambewerb der Welt kann anscheinend nichts aufhalten - auch nicht das Corona-Virus. Die Ausgangslage hat sich aufgrund der Pandemie zwar stark verändert, dennoch erhielt Veranstalter Werner Grissmann von den Behörden grünes Licht für die Austragung der 33. Auflage des Dolomitenmannes, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Extremsportler. Mit einem völlig neuen Konzept, das alle bundesweiten Covid-Vorgaben erfüllt, einem teilweise neuen Streckenverlauf und erstmals fünf Teiletappen werden bis maximal 400 Teilnehmer den Kampf gegen die Elemente aufnehmen.

So wurde der Start- und Zielbereich vom Lienzer Stadtkern in das Dolomitenstadion verlegt. Laut OK-Chef Niki Grissmann darf das Stadion mit 500 Besuchern gefüllt werden, die Plätze können ab heute auf der Homepage: www.redbulldolomitenmann.com vorreserviert werden. Zudem wurden das gesamte Rahmenprogramm sowie alle Sideevents gestrichen. „Wir haben von der ersten Minute an auf die sich laufend verändernde Situation reagiert und unser Konzept stets angepasst. Natürlich möchten wir den Red Bull Dolomitenmann auch heuer durchführen. Die Gesundheit der Athleten und aller Beteiligten steht dabei aber über allem“, erklärt Grissmann weiter.

Die in der Vergangenheit organisierten Zuschauer-Hotspots fallen heuer ebenfalls weg, entlang der frei zugängigen Streckenpassagen wird es dennoch möglich sein, das Rennen mitzuverfolgen. Die Organisatoren appellieren dabei an alle Gäste und Zuschauer die Ein-Meter-Abstände stets einzuhalten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

33. Red Bull Dolomitenmann

Datum: 12. September 2020
Start/Ziel: Lienzer Dolomitenstadion
Disziplinen: Berglauf, Paragleiten, Wildwasserkajak, Mountainbike
Teilnehmer: max. 100 Teams mit je vier Athleten
Vorjahressieger: Joseph Gray (Berglauf), Lukas Rifesser (Paragleiten), Daniel Geismayr (Mountainbike), Lukas Kubrican (Kajak)


Auch für die Athleten ist heuer vieles neu. Nach dem Start im Stadion geht es für die Läufer auf der altbewährten Strecke auf den 2441 Meter hohen Kuhbodentörl, von wo die Paragleiter, mit einer Zwischenlandung auf der Moosalm, wieder zurück zum Start fliegen. Dort wird wie gewohnt an die Mountainbiker übergeben, die auf ihrer ersten Teilstrecke diesmal aber „nur“ eine Sprintetappe nach Leisach zum Kajakstart zurücklegen müssen. Danach haben die Biker eine circa 20-minütige freie Fahrt zu ihrem zweiten Startplatz, dem Kosakenfriedhof. Nach der Übergabe mit den Kanuten geht es schließlich über die Moosalm in Richtung Hochsteinkreuz, wo die Downhill-Strecke zurück zum Ziel in das Dolomitenstadion führt.

„Man sieht, dass Werner (Anm. Grissmann) nie gerne Rad gefahren ist und sich nicht in unser Leiden hineinversetzen kann. Jedes Jahr stellt er uns Mountainbikern noch größere Aufgaben“, witzelt Snowboardweltmeister Benjamin Karl über seinen Schwiegervater und Dolomitenmann-Erfinder und fügt hinzu: „Das Schöne an der neuen Streckenführung ist, dass wir nach sechs Jahren Pause wieder die Zieleinfahrt im Stadion haben, denn die ist bei dieser Veranstaltung immer etwas ganz Besonderes.“

Neben Karl werden unter anderen wieder der Vorjahressieger Daniel Geismayr (Mountainbike) und Berglauf- und Skibergsteigprofi Toni Palzer an den Start gehen. Für Letzteren ist es überhaupt der erste Wettkampf in diesem Jahr. „Ich denke, der Dolomitenmann ist für viele von uns das Sommerhighlight. Ich bin kein einziges Rennen gelaufen, weil es einfach nicht dafür steht, unter diesen Umständen irgendwo hin zu reisen. Ich habe im Leben noch nie so viel trainiert wie heuer. Die Trainingsstunden sind extrem gestiegen, weil die Wettkämpfe und auch die Reisetage weggefallen sind“ fiebert der Deutsche seinem Jahreshighlight entgegen.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren wird das heurige Starterfeld aufgrund der Pandemie fast ausschließlich mit europäischen Athleten besetzt sein.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren