AbgangTiroler SPÖ-Chefin gibt Landesparteivorsitz ab

Elisabeth Blanik verabschiedet sich nach zwei Jahren von der Front der Tiroler SPÖ. Georg Dornauer übernimmt.

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POLITIK: PRESSEKONFERENZ SP�-TIROL: BLANIK/DONAUER
Elisabeth Blanik übergibt die Parteiführung in Tirol an Georg Dornauer © (c) APA/EXPA/ERICH SPIESS (EXPA/ERICH SPIESS)
 

In der SPÖ kehrt keine Ruhe ein. Bereits vor der angekündigten persönlichen Erklärung am Montag um 19 Uhr ist es fix: Elisabeth Blanik tritt von der Spitze der SPÖ-Tirol ab. Zwei Jahre war sie in diesem Amt, das auch von zahlreichen Querelen geprägt war. Fest steht: Blanik will sich intensiver ihrer Aufgabe als Lienzer Bürgermeisterin widmen.

Jetzt übernimmt Georg Dornauer, ihr Stellvertreter in der Landespartei, den Posten als geschäftsführender Obmann.

Als Gründe nannte sie in ihrer Erklärung, dass die Phase der Stabilisierung in der Landespartei abgeschlossen sei. Jetzt sollen die Jungen Verantwortung übernehmen.  

Blanik, die vom früheren SPÖ-Chef Christian Kern stark protegiert wurde, kandidiert wegen ihres Rückzugs aus der Landesspitze nicht am Samstag beim SPÖ-Parteitag in Wels als Stellvertreterin der neuen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner.

Übernommen hat Elisabeth Blanik die damals zerrüttete SPÖ-Tirol im Oktober 2016. Damals wurde sie mit 92,8 Prozent Parteivorsitzende. Unter ihrem Vorsitz wurde die SPÖ bei den Tiroler Landtagswahlen mit 17,25 Prozent zur zweitstärksten Kraft hinter der ÖVP.

Kommentare (2)
Adler48
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SPÖ

Streit-Partei-Österreichs, das war mal eine staatstragende Partei in unserem Lande, traurig was die draus gemacht haben. Unwählbar!

KarlZoech
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@ Adler48: Wenn jemand nach zwei Jahren ihre Aufgabe als erfüllt ansieht

und eine Funktion in andere Hände gibt, so ist das kein Streit.
Elisabeth Blanik ist - mit großem Vertrauen - direkt* gewählte Bürgermeisterin von Lienz und sah und sieht eben dies als ihre Hauptaufgabe an.

* Nur die Steiermark und NÖ sind noch so rückständig und wählen ihre Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nicht direkt, sondern werden diese dort vom Gemeinderat gewählt.
Wien hat, da Wien ja auch Bundesland ist, einen anderen Rechtsrahmen.