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LienzDrauradweg ist stellenweise einfach weg

Starkregen und Hochwasser zerstörten den beliebten Drauradweg. Die Trasse im Bereich Thal und Mittewald gibt es dort teils gar nicht mehr. Bis Mai will man durchgängigen Weg anbieten.

Streckenweise ist der Drauradweg einfach weg. Und es ist nicht sicher, ob er dort wieder in gewohnter Trasse verlaufen wird © Harald Haider
 

Er ist beliebt, doch er führt durch ein Gebiet, das immer wieder nachgibt: Der Drauradweg von Innichen nach Lienz.

1997 wurde er in Leisach auf einer Länge von 60 Metern weggespült. Im Februar 2010 wurde er – ebenfalls in Leisach unterhalb der Scheibenwand – durch einen massiven Erdrutsch arg in Mitleidenschaft gezogen. Diese Wunde, die die Natur in die Landschaft und in den Radweg schlug, ist bis heute sichtbar. Und zuletzt kappten die Unwetter Ende Oktober den Weg.
Betroffen ist diesmal die Trasse in den Gebieten von Thal und Mittewald. Zum einen hat dort die Hochwasser führende Drau gewütet, zum anderen setzten sich Hänge in Bewegung. „Die letzten Erhebungen haben ergeben – der Radweg ist zwischen Thal und Mittewald zerstört“, sagt Harald Haider, der Leiter des Baubezirksamtes Lienz. Hunderte Meter der Streckenführung seien teilweise einfach nicht mehr da. Ein paar Wochen wird die Erhebung noch dauern – noch weiß man nicht, wie hoch der finanzielle Schaden ist.

Eines ist aber jetzt schon sicher. Im Baubezirksamt rauchen die Köpfe. Denn: Laut Haider wird es sehr schwierig, den Drauradweg dort, wo er durch die jüngsten Unwetter gekappt wurde, auf dem Bestand wieder aufzubauen.

Ziel ist ganz sicher, dass man im Mai einen durchgängigen Radweg anbietet. Es wird einer ordentlichen Anstrengung bedürfen, dass wir das hinbekommen.

Harald Haider

„Bei gewissen Bereichen stellt sich die Frage, ob man die Trasse nicht überhaupt verlegen muss, weil es technisch gar nicht mehr möglich ist, dort aufzubauen“, hat der Leiter des Baubezirksamtes schlechte Nachrichten.
Trotz der massiven Schäden wird es den nächsten Sommer nicht ohne den Drauradweg geben. Haider: „Ziel ist ganz sicher, dass man im Mai einen durchgängigen Weg anbietet, denn er ist eine wichtiger Wirtschaftsfaktor – vor allem für Lienz“. Das ist so: Weit über 100.000 Radler – vorwiegend Italiener – kommen jeden Sommer als Tagesgäste über den Drauradweg von Innichen nach Lienz. Als touristisches Produkt gibt den Radweg seit 1996.

Ruggenthaler
Harald Haider, Baubezirksamt Lienz © Ruggenthaler

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