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LienzBerufschancen von Frauen des ländlichen Raums im Fokus

FrauenBerufsZentrum Osttirol diskutierte über Auswirkungen der Digitalisierung auf Erwerbs-chancen von Frauen in ländlichen Regionen.

Itta Tenschert, Maria Steibl, Gabriele Fischer, Sabine Platzer-Werlberger, Fadi Dohnal © Kasupovic
 

Der digitale Wandel bedeutet Veränderung in allen Lebensbereichen – besonders am Arbeitsmarkt. Arbeitsplätze werden verschwinden, neue Jobs geschaffen. Welche Chancen und Risiken birgt das für Osttirol? Und welche Chancen können Frauen wahrnehmen, um in der sich verändernden Arbeitswelt qualifizierte Tätigkeiten auszuüben?
Mit diesen neuen Herausforderungen beschäftigte sich das FrauenBerufsZentrum Osttirol in Kooperation mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) am Freitag.

Die Veranstaltung begann mit einem Vortrag von Unternehmensberaterin Trude Hausegger zum Thema „Digitalisierung und Arbeitswelt 4.0. Was sollten Frauen (ver)lernen?“. Anschließend diskutierten Landesrätin Gabriele Fischer, Sabine Platzer-Werlberger, Stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol, Maria Steibl, Geschäftsführerin der Tiroler Arbeitsmarktförderungsgesellschaft, und Fadi Dohnal, Leiter der Division für Mechatronik Lienz, über Auswirkungen der Digitalisierung auf die Erwerbschancen von Frauen in ländlichen Regionen.
„Es braucht gesellschaftspolitische Voraussetzungen, damit die Frauen gleiche Teilhabe an der Digitalisierung haben“, sagt Itta Tenschert vom FrauenBerufsZentrum Osttirol. Neben Infrastrukturen sei vor allem die Kinderbetreuung ein Thema, das man in Osttirol vorantreiben müsste. Laut der Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik würden viele hoch qualifizierte Frauen maximal 20 Stunden bis zum 16. Lebensjahr ihres Kinder arbeiten. Hier müsste ein Umdenken der Frauen – vor allem in den ländlichen Regionen – stattfinden. Dem schloss sich auch Unternehmerin Michaela Hyek-Unterweger an. Auch Doris Batkowski vom AMS Lienz betonte, dass vielen Frauen gar nicht bewusst wäre, was für eine Lawine sie mit Teilzeit auslösen würden, weil sie über die Jahre weniger verdienen und damit in die Pensionsfalle tappen. „Daher machen wir Kundinnen nun vermehrt darauf aufmerksam, was es bedeutet, Teilzeit zu arbeiten.“

Ein weiterer Aspekt, der sich negativ auf die Zukunft auswirken würde, sei, so Eva Egger vom AMS, dass „Frauen viel weniger in betrieblichen Weiterbildungen sind, weil sie häufig in Teilzeit arbeiten“. In diesem Zusammenhang kritisiert Dohnal, dass es im Bezirk zwar „Weiterbildungsangebote gibt, aber viele nicht stattfinden, weil die Teilnehmerzahl zu gering ist. Hier müsste man nachbessern.“

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