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Kals„Der Großglockner ist völlig überlaufen“

Kalser Bergführer Michael Amraser war schon hunderte Male auf seinem Hausberg – dem Großglockner.

Gipfelfoto: Michael Amraser © KK/Amraser
 

Majestätisch ragt die Spitze des Großglockners in den Himmel, mit 3798 Metern Seehöhe ist er der höchste Berg Österreichs. Im Jahre 1800 wurde er zum ersten Mal erklommen. Als Hausberg der Kalser ist er seit jeher untrennbar mit dem Kalser Bergführerverein verbunden.

Michael Amraser, Obmann des Berg- und Skiführervereins Kals, hat sich bereits mit zwölf Jahren das erste Mal am Gipfelkreuz angehalten. „Ein Kalser Bergführer hat damals einen Freund und mich auf dem Großglockner mitgenommen. Das war ein schwieriger Anstieg und auch sehr anstrengend. Aber es war gewaltig“, erinnert sich der 33-jährige Kalser. Seitdem erklimmt er mit seinen Gästen drei bis fünf Mal die Woche den Großglockner. Wie oft er tatsächlich am „Dach von Österreich“ stand, kann er nicht genau sagen. „Das ist unsere Arbeit, wie oft man raufgeht, ist nebensächlich“, sagt er. Hunderte Male dürften es aber schon gewesen sein.

So schön der Großglockner auch ist, so hat er auch seine Schattenseite: „Der Großglockner ist ein Berg, wo viel passieren kann und wo auch leider viel passiert“, sagt Amraser. Er ist auch Bergretter und weiß daher aus eigener Erfahrung, dass immer wieder Menschen wegen Überforderung und Selbstüberschätzung an ihre Grenzen stoßen. „Bevor man auf den Großglockner geht, sollte man gut trainieren“.

Privat meidet Amraser seinen Hausberg: „In der Hauptsaison, von Juli bis September, ist der Großglockner völlig überlaufen“. An einem schönen Wochenendtag suchen bis zu 200 Menschen hier täglich ihr Gipfelglück. „Ich würde mir wünschen, dass Wanderer auch auf andere Berge gehen, wie Hochgall oder Rotspitze. Das sind total schöne Berge, wo aber sehr wenig los ist“, sagt Amraser. Ein Grund dafür ist, dass diese nicht so bekannt sind wie der Großglockner. Nicht umsonst gilt er als König unter den Bergen.

Erst einmal auf dem Gipfel angekommen, wird man mit einer königlichen Aussicht belohnt und ganz ganz Österreich liegt einem zu Füßen.

Gemeinsam mit einem Kalser Bergführer und einem Freund war Michael Amraser (Mitte) mit zwölf Jahren das erste Mal auf dem Großglockner Foto © KK/Amraser

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