VirgenZupalsee droht auszutrocknen

Hüttenversorgung muss auf Sparflamme erfolgen.

Kein See mehr, sondern nur mehr ein Tümpel: Die drei Zubringer für das Gewässer sind vertrocknet © KK/TSCHONETR
 

Er liegt in einem sehr beliebten Wandergebiet in Virgen, der Zupalsee. Jetzt ist von diesem Gewässer in 2350 Metern Seehöhe aber fast nichts mehr da. Mehr als zwei Drittel seines Wasservolumens sind verschwunden. Der See ist nur mehr ein Tümpel. Von drei Zubringerbächen ist nur mehr einer, der ebenfalls kurz vor dem Verschwinden ist. Thomas Tschoner, der Hüttenwirt der Zupalseehütte, beobachtet das Austrocknen des Sees mit großer Sorge. Aus ihm gewinnt er nämlich den Strom und Wasser für die Schutzhütte, die an Schönwettertagen 60 bis 70 Tagesgäste und 15 bis 20 Übernachtungen zählt.

„Ein, zwei Tage werden wir noch Strom aus Wasserkraft haben, dann ist es vorbei“, sagte er am Donnerstag. Gäste wurden zudem angehalten, nicht mehr zu duschen. Die Küche läuft aber und auch die WC-Spülung. Tschoner: „Viele Reserven haben wir nicht mehr“. Er ergänzt, dass das Wasser im See üblicherweise im Herbst zurückgehe. „Aber dass das Anfang August passiert, daran kann sich niemand erinnern“.

So sah der Zupalsee noch vor drei Wochen aus, er war vollgefüllt und erfreute das Auge der Wanderer Foto © Ruggenthaler

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