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480.000 EuroAuf 2350 Metern entsteht ein Wassererlebnispark in St. Jakob

In Defereggen wird das Thema Wasser zur touristischen Trumpfkarte. Zwei neue Projekte sollen mehr Gäste anlocken.

Wolfgang Moritzer von Revital hat fünf verschiedene Holz-Wassertiere für den „Wassermythos Ochsenlacke“ bei der Mooseralm im Brunnalm-Skigebiet von St. Jakob konstruiert © Revital
 

Eineinhalb Jahre wurde an Ideen getüftelt, wie man das Defereggental sommertouristisch positionieren kann. Am Dienstagabend wurden die Ergebnisse präsentiert. Da das Defereggental als wahres Bergwasserparadies gilt, wird das Wasser zur „touristischen Trumpfkarte“.

Im „Wassermythos Ochsenlacke“ bei der Mooseralm im Brunnalm-Skigebiet von St. Jakob entstehen am Rundweg um den Speicherteich die „Hüter des Wassers“. Das sind Erlebnisstationen in Form bespielbarer Wassertiere. „Ziel des Projektes ist es, eine sommertouristische Attraktion für Kinder und Erwachsene zu schaffen, und gleichzeitig die Position der Bergbahn zu stärken“, sagte Klaus Michor vom Büro Revital. Er ergänzt: „Wichtig war uns dabei, keine Spielgeräte zu kaufen, sondern neue Geräte zu konstruieren“. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Revital-Architekt Wolfgang Moritzer hat insgesamt fünf Wassertiere kreiert, darunter einen Frosch, eine Libelle, eine Wasseramsel, eine Forelle und ein Molch. Zudem soll hier eine Plattform mit einem 360 Grad-Panoramablick in Form einer Arche entstehen, eine Klasse im Freien und natürlich ein Eingangsportal – und das alles auf 2350 Metern Seehöhe. „Das wird einer der höchste Spielplätze der Alpen“, sagt Michor und betont, dass für solche Projekte auch die Gastronomie wichtig sei: „Ohne Gastronomie gibt es keine Lebensraumgestaltung“.

Auch Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbandes (TVB) Osttirol zeigte sich begeistert: „Osttirol gilt europaweit als ein Wasserschloss. Und das Wasser zieht immer mehr Menschen an. Das ist eine Facette mehr, die Osttirol künftig touristisch zu bieten hat“. Seit wenigen Tagen liegt die baurechtliche und naturschutzrechtliche Bewilligung vor. Dem Projekt steht damit nichts mehr im Wege. Der nächste Schritt ist die Ausführungsplanung und die Ausschreibung.

Gesamtkosten für das Projekt: 480.000 Euro. „Das Projekt ist im Natura 2000 Förderprogramm eingereicht“, sagt Theurl. Er rechnet mit einer Förderung von 50 Prozent. 125.000 Euro seien bereits im Budget des TVB vorgesehen. „70.000 Euro wurden uns von Landeshauptmann Günther Platter zugesagt“, sagt Ingo Hafele, Bürgermeister von St. Jakob. Der Rest soll durch Sponsoren-Gelder aufgebracht werden. Die Fertigstellung ist für Herbst geplant. Betreiberin des Spielplatzes bei der Mooseralm ist die Schultz-Gruppe.

Foto © Revital

Aber auch mit dem Projekt „Bergwasserparadies Defereggental“ will man die bestehenden touristischen Potenziale weiter stärken und neue Anreize schaffen, das Defereggental zu besuchen. Vom Wasserkraftort Pfauenauge bis hin zum Nassfeldsee in Hopfgarten wurden daher 32 Wasserziele in einer „Wasserschatzkarte“ zusammengefasst. „Wir haben 10.000 Stück gedruckt“, sagt Bernhard Pichler vom TVB. Und schon jetzt würden die Gäste auf die „Wasserschatzkarte abfahren“. Diese sind in allen Osttiroler Tourismusinformationen erhältlich.

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