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Villgraten, SüdtirolAufnahme von Wildkamera verunsicherte im Villgratental

Experte stellte fest, dass es sich beim aufgenommenen Tier um keinen Wolf handelt. Auf der Seiser Alm riss ein Rudel 30 Schafe.

Kein Wolf. Der Verdacht in Villgraten hat sich nicht bestätigt © KK/PRIVAT
 

Das Bild von einer Wildkamera machte in den vergangenen Tagen im Villgratental die Runde. Es zeigt ein Tier, das diese Kamera schon zum zweiten Mal festgehalten hat – diesmal neben einem zerfressenen Reh. Und Gäste fragten verunsichert, ob es in Villgraten Wölfe gebe.

Martin Janovsky, der Wildtierexperte des Landes Tirol, nahm die Aufnahme unter die Lupe. „Das ist meiner Meinung ein Fuchs.“ Er ließ noch abklären, ob es möglicherweise ein Goldschakal sein könnte. Das Endergebnis von Janovsky: „Die weitere Abklärung hat keinen Hinweis erbracht, der gegen einen Fuchs und für einen Goldschakal sprechen würde.“ Die Villgrater dürfen vorerst beruhigt sein.

Doch das Thema Wolf könnte auch in Osttirol noch ein heißes werden. Der Grund: Im benachbarten Südtirol sind nicht nur einzelne Wölfe, sondern ganze Wolfsrudel unterwegs. Zuletzt riss ein solches 30 Schafe auf der Seiser Alm. Bauern und Touristiker sind aufgebracht. Der Vorfall in Südtirol scheuchte Josef Blasisker (FPÖ), Funktionär der Bezirkslandwirtschaftskammer, auf. „Mit der jüngsten Wolfsattacke auf der Seiser Alm ist wohl jede weitere Diskussion um dieses Tier unangebracht“, stellt er fest. Der Wolf habe bei uns keinen Platz: „Wir leben in einem Alm- und Weidegebiet sowie in einer touristischen Region. Und die Wolfsthematik ist tourismusschädlich.“ Stets nur von „Problemwölfen“ zu reden, entspricht laut Blasisker nicht den Tatsachen, weil das Tier in Rudeln auftrete.

Erst Ende Mai gab es in Osttirol in einer Podiumsdiskussion eine Kampfansage an den Wolf aus der Bauernschaft und dem Tourismus.

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