TirolEchte Polizei warnt: Trickbetrug durch falsche "Polizisten"

Aktueller Fall einer 74-jährigen Innsbruckerin veranlasst die Polizei, Bürger zu warnen.

Symbolbild © APA/Gindl
 

Am Abend des 15. April 2018 wurde eine 74-jährige, in Innsbruck wohnhafte, Österreicherin von einem vermeintlichen Kriminalpolizisten telefonisch kontaktiert. Dieser gab an, dass bei einer Verhaftung ihr Name auf einer Liste mit möglichen Einbruchsorten aufgetaucht sei. In den Morgenstunden des 16. April 2018 rief der Mann, welcher hochdeutsch sprach, erneut an und teilte der Frau mit, dass ihr Konto ebenfalls nicht mehr sicher sei, da die vermeintlich Festgenommenen im Besitz ihrer Kontonummer und ihres PIN-Code gewesen seien.

Daher forderte er sie auf, ihr gesamtes Vermögen von ihrem Konto zu beheben. Die 74-Jährige begab sich daraufhin zu ihrem Bankinstitut und behob einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag. Noch am selben Tag zwischen 08:30 Uhr und 09:00 Uhr wurde das Geld von einem angeblichen Kriminalpolizisten abgeholt. Gegenüber der Frau gab der Mann an, dass das Geld wegen des Verdachtes von Falschgeld überprüft werden müsse und dass er es nach einer Stunde wieder zurück bringen werde. Als der Täter nicht mehr zurück kam verständigte die Frau die Polizei.

Die Polizei rät

  • Geben Sie niemals telefonisch vertrauliche Informationen – insbes. persönliche und finanzielle Verhältnisse – an Unbekannte weiter, auch wenn sie behaupten, Mitarbeiter offizieller Stellen (z.B. Polizei, Staatsanwaltschaft) zu sein.
  • Die Polizei wird Sie niemals telefonisch auffordern, Geld von Ihrem Konto abzuheben / zu überweisen, oder Schmuck herauszugeben.
  • Vertrauen Sie nicht der im Telefondisplay angezeigten Rufnummer. Lassen Sie sich vom Anrufer Namen, Dienststelle und Telefonnummer geben und rufen sie selbst auf der Dienststelle an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer im Telefonbuch (oder Internet).
  • Melden Sie verdächtige Wahrnehmungen sofort der Polizei (Notruf 133).

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