SillianErweiterung der Sillianer Hütte wird teurer als geplant

Statt 1,2 werden 1,9 Millionen Euro in Sillianer Hütte investiert. Per Seilbahn soll Material in 2447 Meter Seehöhe transportiert werden. Baubeginn: Mai 2018.

1,9 Millionen Euro werden in die Erweiterung investiert © KK/AOARCHITEKTEN
 

Die geplante Erweiterung der Sillian Hütte wird bedeutend teuerer als erwartet. Während zunächst Kosten in einer Höhe von rund 1,2 Million Euro zur Debatte standen, klettern diese nun auf rund 1,9 Millionen Euro Netto.

Mindestens 40 Prozent kommen vom Hauptverein des Alpenvereins, den Rest muss die Sektion Sillian stemmen. „Das Projekt hat sich inhaltlich etwas vergrößert“, begründet Anton Sint, Obmann des Sillianer Alpenvereins die Mehrkosten. Man sei als Verein auch unternehmerisch top aufgestellt und wolle vorausschauend investieren. Apropos investieren: Die Investitionssumme „wird vom Hüttenbetrieb über die Pacht langfristig finanziert“, sagt Sint. „Die größte Herausforderung von diesem Projekt ist das Wetter und die Höhe“, weiß Sint. Anders als im Tal, hätte man in dieser Höhe maximal 120 Tage Zeit für die Bauarbeiten. Die Arbeiten werden von heimischen Firmen durchgeführt. Dach, Fenster und Außenfassade werden saniert, Pächterwohnungen gebaut sowie die Schlafplätze von 44 auf 77 erhöht. Auch Lagerräume, sowie Dusche und Toiletten entstehen. „Eine wichtige Entscheidung war, dass die Küche aus dem Altbestand auf die Ostseite ausgelagert wird“, sagt Sint. Zudem wird die Hütte mehr nach Süden ausgerichtet. Per Seilbahn soll das Material auf 2447 Meter Seehöhe transportiert werden. Auch dies würde einen großen Teil der Kosten ausmachen. Hubschrauberflüge wird es keine geben.

Mit Ende Mai will man voraussichtlich mit den Bauarbeiten beginnen. „Es ist angedacht, über den Sommer einen Notbetrieb einzurichten“, sagt Hüttenwirtin Viktoria Maurer. Dies müsste jedoch erst behördlich geklärt werden. Bereits im Sommer 2019 soll die Eröffnungsfeier stattfinden. „Dieses Projekt ist nicht nur ein wichtiger Impuls für den Tourismus im Hochpustertal, sondern auch für Südtirol“, sagt Sint. 2017 wurden insgesamt 2300 Nächtigungen mit Mountainbikern und Wanderern erzielt. „85 Prozent unserer Gäste kommen aus Südtirol“, sagt der Alpenvereins-Obmann. Schließlich befindet sich die Sillianer Hütte nur wenige Meter von der österreichisch-italienischen Grenze. Kein Wunder also, dass so mancher Südtiroler mit Neid nach Osttirol blickt. Vor allem die „Sextner sind schon ein wenig eifersüchtig“, verrät Sint.

KK/ÖAV
So sieht die Sillianer Hütte derzeit aus. Mit Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Mai begonnen werden © KK/ÖAV

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