OsttirolGrüne Landtagsabgeordnete warnt vor Pflegenotstand

Gabriele Fischer begrüßt Abschaffung des Pflegeregresses, sieht aber Handlungsbedarf.

Landtagsabgeordnete Gabriele Fischer (Grüne) © Kasupovic
 

Als „eisblaue“ Maßnahmen vom Bund bezeichnet Landtagsabgeordnete Gabriele Fischer (Grüne) die Themen Pflegeregress und Familienbonus. Zwar begrüßt sie die Abschaffung des Pflegeregresses, aber: „Es muss eine Gegenfinanzierung geben. Es kann nicht sein, dass man etwas abschafft und dann nichts tut“, sieht Fischer dringenden Handlungsbedarf und spricht von schwarz-blauem Populismus. Zudem würden die beschlossenen 100 Millionen Euro nicht die Kosten für alle Bundesländer decken.

Tirolweit werden derzeit 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause betreut. „Eines ist klar: Würden davon nur zehn Prozent ihre Angehörigen nicht mehr zu Hause pflegen, dann hätten wir einen Pflegenotstand, weil wir nicht genug Plätze in den öffentlichen Einrichtungen haben“, betont Fischer. Und gerade in den peripheren Regionen – wie etwa in Osttirol, wo es zudem auch eine hohe Abwanderung gäbe – sei das Thema Pflege für die nächsten zehn Jahre vordringlich. „Man muss pflegende Angehörigen entlasten, und ihnen nicht noch mehr Steine in den Weg legen“, zeigt sich Fischer verärgert. Unterstützt wird sie von Bezirkssprecher der Grünen und Osttiroler Spitzenkandidat Thomas Haidenberger. Sie fordern, den Pflegeregress mit der Erbschaftssteuer gegen zu verrechnen, sowie den Ausbau der Tagesbetreuung und Pflegeurlaub für Angehörige.

Gabriele Fischer und Thomas Haidenberger Foto © Kasupovic

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