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Osttirol, Graz

Ein Profi am Ball startet durch

Nach dem Präsenzdienst geht es für Sandi Lovric (18) ins Sturm-Graz-Trainingslager. In der Bundesliga will er voll angreifen.

SOCCER - Internationaler U17 Jugend TOTO Cup, AUT vs GER
Voll auf Angriff will Sandi Lovric im Mittelfeld des SK Sturm Graz gehen © GEPA/Philipp Brem
 

Wer in einer solchen Familie aufwächst, für den gibt es nur ein Ziel: Fußball-Profi. „Meine beiden älteren Brüder haben selbst Fußball gespielt. Mein Papa war Trainer. Ich war also schon als kleiner Junge immer am Platz mit dabei“, erzählt Sandi Lovric, Mittelfeldspieler beim SK Sturm Graz und Osttirols Fußballhoffnung. Begonnen hat die vielversprechende Karriere des Leisachers in der „Krabbelgruppe“ von Rapid Lienz. Beim Lienzer Traditionsverein genoss er seine weitere Ausbildung, ehe er über das Leistungszentrum in die Akademie von Sturm Graz kam.

Damals war das Talent gerade einmal 14 Jahre alt. „Ich habe meine Zeit gebraucht und musste mich erst einmal daran gewöhnen, alleine zu leben. Gut, dass ich im Internat schnell Freunde gefunden habe. Das hat vieles leichter gemacht“, erzählt der heute 18-Jährige.

Zwei Jahre nach dem Umzug in die Steiermark erfolgte das Debüt in Österreichs höchster Spielklasse. Der damalige Sturm-Trainer Darko Milanic erkannte das Talent des Osttirolers mit slowenischen Wurzeln und schenkte ihm sein Vertrauen. „Das war im Spiel gegen Austria Wien. Auch wenn es nur drei Minuten waren, ich war überglücklich und kann mich noch sehr gut an diesen Moment erinnern“, so Lovric. Mittlerweile ist er fester Bestandteil im Kader der Grazer und des U19-Nationalteams.

Sandri Lovric, Mittelspieler beim SK Sturm Graz und Osttirols Fußballhoffnung Foto © KK/Privat

Mit seinen Fähigkeiten hat er sich auch schon die Notizblöcke diverser Experten gespielt. 2015 nahm die britische Tageszeitung „The Guardian“ ihn sogar in die Liste der 50 größten Talente des Jahrgangs 1998 auf. Neben Lovric standen dort Namen wie Martin Ödegaard, der kurze Zeit später von Real Madrid verpflichtet wurde oder Dayot Upamecano, der in diesem Winter für mehr als zehn Millionen Euro von Salzburg nach Leipzig wechselte.

Im Frühjahr möchte ich so viele Spiele wie möglich spielen, am besten alle. Dafür muss ich alles geben. 

Sandi Lovric

Jetzt beendet Lovric seinen Präsenzdienst. Danach geht es mit Sturm Graz ins Trainingslager nach Spanien. Dort will er wieder voll angreifen. „Im Frühjahr möchte ich so viele Spiele wie möglich spielen, am besten alle. Dafür muss ich alles geben“. Wenn er nicht gerade trainiert, verhält sich der Sturm-Profi wie ein ganz normaler 18-Jähriger. „Ich gehe gerne ins Kino, treffe mich mit Freunden oder spiele Playstation. Am liebsten NBA und dort am liebsten mit den Cleveland Cavaliers“, so der Absolvent des BRG Oeversee. Im internationalen Fußball begeistert ihn der FC Barcelona: „Ihre Spielweise ist einfach toll. Und Spieler wie Messi oder Iniesta. Einfach Weltklasse.“

Nach Osttirol verschlägt Lovric nur noch alle vier, fünf Monate. Wenn er zuhause ist, dann gibt es Schlipfkrapfen. Manche Dinge ändern sich eben nie.

Zur Person

Geboren. 28. März 1998 in Lienz, bis zum 14. Lebensjahr lebte Sandi Lovric in Leisach.

Umzug. Im Jahr 2012 zog er nach Graz, dort besuchte er das BG/BRG Oeversee, wo er auch maturierte.

Bundesliga-Debüt. Mit 16 gegen Austria Wien, Lovric ist Stammkraft im österreichischen U 19-Nationalteam

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