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Lienz

Das ist die neueste Masche einer Osttirolerin

Karin Strobl (44) aus Lienz hat eine sehr kuriose Leidenschaft: Mit Wolle der Marke XL strickt sie Decken mit ihren bloßen Händen. Diese Handarbeit ist ziemliche Schwerstarbeit.

Kasupovic © Masche für Masche strickt Karin Strobl aus Lienz eine Decke – und zwar nur mit ihren Armen
 

Karin Strobl strickt, aber nicht irgendwie: Ihre Stricknadeln sind ihre eigenen Hände oder ein überdimensionaler Strickrahmen. Die zentimeterdicke Wolle verarbeitet die Künstlerin zu ziemlich außergewöhnlichen Decken. Durch Zufall ist sie im Internet auf eine Decke gestoßen, die mit der sogenannten Arm-Knitting-Technik gestrickt wurde. „Ich wollte unbedingt so eine Decke haben und dachte mir, ich probier es einfach selbst aus“, sagt die 44-Jährige. Gemeinsam mit ihrem Mann tüftelte sie an einer Idee für die Umsetzung. „Mein Mann hat mir einen 2,50 Meter großen Strickrahmen aus Holz gebaut“, sagt Strobl. Als Vorlage dafür diente eine Strickliesl.

Schnell hatte die Künstlerin den Dreh heraußen und die ersten gelungenen Decken gestrickt. Einmal greift Strobl zu ihrem riesengroßem Strickrahmen, dann wieder bevorzugt sie doch ihre eigenen Arme. „Das Stricken mit den Händen kann sehr anstrengend sein“, sagt die Lienzerin, die sich diese einzigartige Technik selbst beibrachte und perfektionierte.

KONTAKT

Karin Strobl. Tel.: 0664 919 11 24; oder Mail an: kstrobl@gmx.net; Homepage: www.kar2shirts. com

kar2Designs. Nicht nur exklusive Woll-Decken sondern auch per Hand bemalte Kleidung und Textilien mit individuellen Motiven (Fotos) entstehen in Strobls Werkstatt

Vier Stunden Arbeitszeit

Wenn sie eine Arbeitspause beim Arm-Knitting macht, werden die Maschen auf einem Besenstiel aufgefädelt. „Zeitaufwändiger ist das Stricken mit dem Rahmen. Hier wird das Maschenbild aber schöner und feiner“, erklärt Strobl. Rund vier Stunden und eineinhalb Kilo Wolle werden für eine Decke benötigt. Im Handumdrehen entstehen jetzt in der Strick-Werkstatt von Strobl unter der Marke „kar2Strick“ exklusive Woll-Decken in ganz besonderem Design.

„Die Materialkosten sind enorm“, sagt die Künstlerin. Denn bei ihr kommt keine gewöhnliche Wolle zum Einsatz. Sie verwendet entweder 100 Prozent feinste Merinowolle oder eine Mischung aus 75 Prozent Kunstfaser und 25 Prozent weichstem Alpaka sowie Fleece.

Zu ihrer malerischen Leidenschaft kam damit die ungebändigte Woll-Lust. Denn die 44-Jährige bemalt unter der Marke „kar2Shirts“ händisch Kleidungsstücke und Textilien. Als Vorlage dafür dienen Fotos.

 

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