BergweltenServus TV drehte im hohen Norden Südtirols

In der Reihe "Bergwelten" strahlt Servus TV am 20. September den Beitrag "Im hohen Norden Südtirols" aus. Das Tauferer Ahrntal, Extrembergsteiger Christoph Hainz und Biathlon-Star Dorothea Wierer stehen im Mittelpunkt.

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Nächtliches Klettern am Zösenberg-Eisfall © KK/SERVUS TV
 

Etwas abgelegen, zwischen den Zillertaler Alpen im Norden und den Dolomiten im Süden, liegt das Tauferer Ahrntal. Durch alle vier Jahreszeiten begleitet die Servus-TV-Reihe "Bergwelten" Menschen, die auf ihre ganz eigene Weise von dieser Landschaft geprägt wurden und sich in ihr eingefügt haben. Eine davon ist Biathlon-Star Dorothea Wierer. Der 36-jährige Alpinist Simon Gietl aus Luttach im Ahrntal machte bereits mit schwierigen Erstbegehungen in den Dolomiten und auch außeralpin seit gut 15 Jahren von sich reden. Gegenwärtig gilt er als eines der bergsteigerischen "Aushängeschilder" Südtirols.

Für Bergwelten versucht Gietl, gemeinsam mit seinem Bruder Manuel, an einer neuen, äußerst schwierigen Felsroute in der steilen Südwand der Durrerspitz im Hochgallmassiv, dem höchsten Gipfel der Region. Hoch hinaus, zur Rieserfernerhütte, der zweithöchsten Hütte der Region auf 2800 Meter, führt auch Dorothea Wierers Berglauftraining. Diese wird seit 41 Jahren von Gottfried Leitgeb bewirtschaftet, einem der dienstältesten Hüttenwarte Südtirols. Leitgeb ist zudem intimer Gebietskenner und Hobbyarchäologe. Anfang der 1990er-Jahre entdeckte er nahe seiner Hütte eine archäologische Sensation, die als bedeutendster Fund auf Südtiroler Boden nach der Entdeckung Ötzis gilt.

Weiderechte im Defereggental

Christoph Hainz zählt seit über drei Jahrzehnten zu den beständigsten Alpinisten Südtirols. Den "Schneebigen Nock", die zweithöchste Erhebung der Rieserfernergruppe, nimmt er sich gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin vor. Etwas später dann, im Herbst, ist die Zeit für eine historische Besonderheit. Seit über 800 Jahren besitzen Südtiroler Bauern Weiderechte auf der Jagdhausalm im Osttiroler Defereggental und bewirtschaften diese auch. Mit den ersten Schneefällen treiben die Bauern ihr Vieh zurück in die Heimathöfe, ein Wettlauf gegen das Wetter beginnt. Die sogenannte "Transhumanz" regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Gerade in einer Zeit, in der wieder verstärkt über Grenzen debattiert wird, existiert nämlich in Südtirols hohem Norden noch immer eine Almwirtschaft, in der es keine vom Menschen gezogenen Grenzen gibt.

Mit dem Einzug des Winters entsteht schließlich im Tauferer Ahrntal ein neues Medium für Kletterer: das Eis. Seit Ende der 1970er-Jahre hat sich die Region zu einer Hochburg des Eis- und Mixed-Kletterns entwickelt. Profis wie Konrad Auer und Christoph Hainz zählen heute zur internationalen Eiskletter-Spitze. An den bis zu 200 Meter hohen, schmalen Eiskaskaden im Großklausental, einem versteckten Seitental des Ahrntals, demonstrieren beide die Künste des modernen Eiskletterns in all seiner Virtuosität und Ausgereiftheit. Abschluss und visueller Höhepunkt des Films ist die nächtliche Kletterei am Zösenberg-Eisfall im Mühlwalder Tal von Christoph Hainz.

Sendetermin

Bergwelten: "Im hohen Norden Südtirols", am Montag, 20. September, ab 20.15 Uhr.

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