Schon 200 tote SchafeSechs verschiedene Wölfe und drei Bären in Tirol nachgewiesen

Schafsrisse wurden zum Großteil bereits genetisch bestätigt und einem großen Beutegreifer geordnet. Bären sind demnach für ein Viertel der Risse verantwortlich.

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© APA/HANS KLAUS TECHT
 

Das Land Tirol hat am Donnerstag vor Beschluss der Änderung des Tiroler Almschutz- und Jagdgesetzes für einen leichteren Abschuss von Wolf und Bär im Tiroler Landtag eine Bilanz gezogen: Sechs verschiedene Wölfe wurden heuer in Tirol nachgewiesen. 200 tote Schafe wurden gemeldet, "die zu einem Großteil bereits genetisch bestätigt einem großen Beutegreifer zuzuordnen sind", 100 weitere Tiere seien abgängig. Für ein Viertel der Risse dürfte ein Bär verantwortlich sein.

Es wurde davon ausgegangen, dass sich derzeit drei Bären - zwei im Tiroler Oberland und einer in Osttirol - aufhalten. Bei toten Schafen in Anras (Bezirk Lienz) etwa, konnte die DNA eines Bären nachgewiesen werden. In den vergangenen Tagen wurden Risse im Pitztal, Ötztal und Verwalltal sowie in Osttirol gemeldet.

Bei der Landtagssitzung am Donnerstag soll über einen Dringlichkeitsantrag der schwarz-grünen Landesregierung die Einrichtung eines Fachkuratoriums beschlossen werden, das über den Umgang mit auffälligen Tieren entscheiden soll. Zudem soll das Almgebiet kategorisiert werden, sodass Gebiete definiert werden können, in denen Herdenschutz möglich ist.

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