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Land TirolVideoüberwachung und SOS-Taste sollen Mitarbeiter schützen

Das Land Tirol hat ein einheitliches Sicherheitskonzept für alle Landesgebäude. Dieses wird laufend aktualisiert. Auch die Erkenntnisse rund um die Blutat in Vorarlberg fließen dort ein.

Die Tiroler Amtsgebäude, wie die Bezirkshauptmannschaft Osttirol in Lienz, verfügen über ein einheitliches Sicherheitskonzept
Die Tiroler Amtsgebäude, wie die Bezirkshauptmannschaft Osttirol in Lienz, verfügen über ein einheitliches Sicherheitskonzept © Kleine Zeitung/Weichselbraun
 

Die Bluttat auf der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn löste in ganz Österreich eine Diskussion über Sicherheit an Ämtern aus. Auch in Osttirol ist die Bestürzung darüber groß. In Tirol gibt es bereits ein einheitliches Sicherheitskonzept für alle Landesgebäude, sagt Landesamtsdirektor Herbert Forster: „Diese Konzepte werden immer wieder – so auch aktuell – überarbeitet und sofern notwendig auch umgehend angepasst und aktualisiert." Auch der aktuelle Vorfall in Vorarlberg und die Erkenntnisse rund um die Bluttat werden da einfließen.

"Wir sind alle tief betroffen von der tödliche Messerattacke in unserem Nachbarbundesland und haben dies auch in einem persönlichen Schreiben an unsere Kollegen der Vorarlberger Landesverwaltung zum Ausdruck gebracht", sagt Forster. Der Schutz der Bediensteten in der Tiroler Landesverwaltung sei sehr wichtig – nicht nur der Schutz vor Arbeitsunfällen, sondern auch der Schutz vor Aggressionen jeglicher Art.

"Für uns ist es zentral, dass wir einen professionellen Umgang mit unseren Kunden pflegen. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Deeskalation." Im Landesdienst gebe es seit vielen Jahren regelmäßig Schulungen und Workshops für einen professionellen Umgang speziell auch mit verhaltensauffälligen Kunden. Gleichzeitig sei es wichtig, kundenfreundlich, offenen und transparent zu bleiben.

Verbindung mit Polizeinotruf

Im Durchschnitt gibt es auf den Tiroler Dienststellen, wie Landhaus und Bezirkshauptmannschaften, täglich jeweils bis zu 250 persönliche Kontakte mit Bürgern. Folgende Maßnahmen hat man dort zur Sicherheit der Mitarbeiter bereits getroffen: Für alle Mitarbeiter mit Parteienverkehr gibt es einen Notruf am Telefon (SOS-Taste), womit ein ausgewählter Kreis an Mitarbeitern alarmiert werden kann. Die Haupteingänge zu den BH-Gebäuden und weitere neuralgischen Wartebereiche werden mit Videokameras überwacht. An den Schaltern sind zum Teil auch Notruftaster mit direkter Verbindung zum Polizeinotruf aktiv. Die Amtsgebäude sind elektronisch sowie durch Verriegelung von Türen vor unbefugtem Zutritt außerhalb und während der Betriebszeiten geschützt. Bei verhaltensauffälligen Kunden wird im Zuge der Anmeldung ein zusätzlicher Sachbearbeiter hinzugezogen.

Mitarbeiter mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis wurden zum Teil mit Taschenalarmen ausgestattet. Vereinzelte gibt es auch Überwachung durch einen privaten Sicherheitsdienst. Die Alarmanlagen werden laufend getestet und instand gehalten. Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Bei lautstarken Auseinandersetzungen oder sonstigen Auffälligkeiten sind Mitarbeiter angewiesen, die Polizei zu alarmieren. Dies komme allerdings sehr selten vor, heißt es aus dem Amt der Tiroler Landesregierung.

 

Kommentare (1)

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Gleichheit?????

Kaun ist ein Beamter getötet worden werden Masnahmen ergriffen,aber was ist bei 6 Frauen?

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