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Osttirol

Nein für das Alemagna-Autobahnprojekt

Das italienische Straßenprojekt Alemagna erhielt vom Europäischen Parlament eine Absage. Osttirols Politiker stehen hinter Entscheidung.

Die Alemagna-Autobahn führt von Mestre nach Belluno. Der Ausbau erhielt eine Absage seitens der EU © HATZ
 

Mehr als umstritten ist das Autobahnprojekt Alemagna. Rund um diese geplante Straßenverbindung von Venedig durch das Piavetal bis ins obere Pustertal an die österreichische Staatsgrenze, das schon seit Jahrzehnten im Gespräch ist, herrschte lange Stille. Im Hintergrund wurde aber weiterhin an diesem Projekt gearbeitet.
Der EU-Parlamentarier Remo Sernagiotto wollte das Vorhaben kürzlich in die EU-Strategien für den Alpenraum (EUSALP) bringen. EUSALP, ein Zusammenschluss aus sieben Ländern, forciert die Zusammenarbeit in Bereichen, die diese Regionen vor ähnliche Herausforderungen stellen. Nun hat das Europäische Parlament über die zukünftige Gestaltung der EUSALP abgestimmt.

Passt nicht ins Konzept

„Dem Autobahnprojekt wurde vom Europäischen Parlament eine Absage erteilt. Es passt nicht in das Konzept des alpenquerenden Verkehrs. Aus meiner Sicht ist das Projekt tot und nur mehr eine Wunschvorstellung von wenigen Personen“, sagt Herbert Dorfmann, EU-Parlamentarier aus Südtirol, gegenüber der Kleinen Zeitung. Osttirols Politiker stehen hinter dieser Entscheidung. Für Landtagsabgeordneten Josef Schett (impuls Tirol) ist nun ein „Schreckensgespenst, das auch mit der Alpenkonvention nicht vereinbar ist, vom Tisch“. Eine Autobahn ist für Landtagsabgeordnete Elisabeth Blanik (SPÖ) nicht mehr die Zukunft der Mobilität: „Das Thema war für mich schon abgehakt.“ Auch für Landtagsabgeordneten Hermann Kuenz (ÖVP) ist die Entscheidung nicht überraschend: „Außerdem ist eine Realisierung auf österreichischem Staatsgebiet unmöglich.“

Aus meiner Sicht ist das Projekt tot und nur mehr eine Wunschvorstellung von wenigen Personen. 

Herbert Dorfmann, EU-Parlamentarier aus Südtirol

Für Sernagiotto ist das Projekt aber alles andere als tot: „Wir werden das Thema vor das Komitee für Transport und Tourismus bringen.“

KARINA HARTWEGER

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