In Sotschi gibt es "an Matreier Speck"

Olympisch! Im und um das Austria Tirol House in Sotschi werden Gäste mit Speck- und Rauchwaren aus Tirol verköstigt. Fleischhauerei Mühlstätter aus Matrei ist mit dabei.

© KK/Privat
 

Osttirol ist in der russischen Olympia-Region aus touristischer Sicht ein No-Name. Nur potente Tiroler Destinationen "residieren" im Austria Tirol House, das in Krasnaya Polyana, rund 70 Kilometer östlich von Sotschi, steht. Und doch: Osttirol ist präsent - und zwar als Geschmackserlebnis. Die Fleischhauerei Mühlstätter leistet dazu den Beitrag - mit würzigem Geräucherten aus Matrei. Rund 1200 Kilogramm Selchwürsteln und Speck: Diese Menge typischer Spezialitäten wurden von der Tirol Werbung bei den "Tiroler Metzgern" geordert. Sie sind Kulinarikpartner des Austria Tirol House. Wer dort ein und aus geht oder als Laufkundschaft den Außenbereich besucht, wird mit den traditionellen Räucherspezialitäten verwöhnt. Oswald Mühlstätter ist als einziger Metzger Osttirols auf das Angebot, Speck nach Sotschi zu liefern, aufgesprungen. "Wir wurden über die Innung zum Mitmachen bereits im November 2013 angeschrieben", sagt er.

Osttirol in vieler Munde

Ohne lange nachzudenken, entschied der Matreier nach dem Motto: "Dabei sein is(s)t alles." 100 Kilogramm Karreespeck aus seiner Produktion gingen nach Russland. Das sind 2000 Portionen "Osttirol" in vieler Munde - rund um das Austria Tirol House, dem es an prominenten Gästen nicht fehlt. Sogar Wladimir Putin stellte sich dort auf ein Schnapserl ein. Ob er auch bei den feststofflichen Tiroler Schmankerln zulangte, verschwiegen die Postillen.

Auf die Reise ging Mühlstätters Speck bereits einen Tag nach Neujahr: "Alles musste plötzlich ganz schnell gehen, weil sich die Lieferung von Tiroler Speckwaren nach Sotschi als kompliziert herausgestellt hat."

115 Jahre Familienbetrieb

Während in Russland die Speckspezialitäten verdrückt werden, darf sich Mühlstätter vor Ort als offizieller Partner des Austria Tirol House verkaufen. Das freut ihn - gerade deshalb, weil der Familienbetrieb 2014 seinen 115. Geburtstag feiert. "Und 2014 hat mit dem Beitrag zu den Olympischen Spielen gut angefangen."

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