Drauradweg wartet auf die Radler

An Spitzentagen fahren 2500 Radfahrer am Drauradweg in Richtung Lienz. Sicherheit hat höchste Priorität. Neuester Trend geht zu E-Bikes.

 

Friedlich schlängelt sich die Drau durch Osttirol. Direkt neben ihr auch der beliebte Drauradweg, der voriges Jahr saniert und neu beschildert wurde. Der Radweg erstreckt sich mit 366 Kilometern von Innichen (Südtirol) über Lienz bis nach Marburg (Slowenien).

Seit 2012 stehen Messstellen nahe der Landwirtschaftlichen Lehranstalt und am Falkensteinerweg. "Damit messen wir die Frequenz der Radfahrer in beide Richtungen", sagt Oskar Januschke, Leiter des Stadtmarketing Lienz. Voriges Jahr wurden 39.270 Radfahrer allein im August auf der Strecke von Innichen nach Lienz verzeichnet. An Spitzentagen schienen sogar einmal 2500 Zweiradfahrer in der Statistik auf. "Vor allem während ,Ferragosto', der italienischen Ferienwoche, kommen die meisten Südländer mit dem Rad zu uns", erklärt Januschke. Retour geht es dann wieder mit der Bahn. Zu bedenken gibt Stadtmarketingleiter: "Auch von Lienz nach Spittal verzeichnen wir schon viele Radler." Die Frequentierung spielt sich dort aber schon in den frühen Morgenstunden ab. Was im oberen Bereich als rein touristischer Radverkehr hervorgeht, ist im unteren Bereich mehr ein Berufsverkehr. "Leute, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, wurden da gezählt." Spitzenwerte von 15.113 gemessenen Radlern pro Tag verzeichnete man auf dieser Strecke. Der Trend gehe, laut Januschke, zudem immer mehr in Richtung E-Bikes. Auf die Frage, wie die Erwartungen für das Jahr 2013 seien, erklärt Januschke: "Das ist wohl eine reine Wetterfrage. Wir sind aber nach wie vor eine beliebte Raddestination und das wird sich ganz bestimmt halten."

Sicherheit geht vor

Ein Problem auf dem Drauradweg gibt nur der Bereich in Leisach. Dort verschüttete im Jahr 2010 ein immenser Hangrutsch den Radweg. Ein Provisorium von zwei Brücken lässt den Radverkehr in die Sonnenstadt zu.

Bürgermeister Bernhard Schneider, Obmann der Radweg-erhaltungsgemeinschaft, berichtet von geplanten Verbesserungen entlang der Route. "Mein Wunsch ist zum Beispiel eine Befestigung des Radweges im Bereich von Nikolsdorf. Dort besteht ein Schotterweg, der für Radfahrer ungeeignet ist", sagt Schneider.

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