Spittal, Klagenfurt

Fast 32.000 Unterschriften gegen den Bettenabbau im Spital

Protestaktion "Pro Krankenhaus Spittal" gegen dem vom Land angekündigten Bettenabbau endete mit 31.649 Unterschriften. Bekanntlich sollen 29 Betten in Spittal eingespart werden, dagegen gibt es Widerstand.

Marsch zum Landeshauptmann Peter Kaiser, dem die Protestunterschriften übergeben wurden © (c) ©helgebauer (Helge Bauer)
 

Das hat noch keine Initiative im Bezirk Spittal geschafft: 31.649 Unterschriften wurden gesammelt. In diesem Fall als Protest gegen die Einsparung von 29 Betten im Krankenhaus Spittal. Die Einsparung der Betten soll nach dem „Regionalen Strukturplan Gesundheit“ vom Land Kärnten erfolgen. Gestern Mittag übergab in Klagenfurt eine 30 Personen starke Delegation aus Spittal die Unterschriften an Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin Beate Prettner.

Heidrun Konrad initiierte im Herbst mit Evelyn Staber die Protestaktion „Pro Krankenhaus Spittal“. Unterschriftslisten lagen in Ämtern und Betrieben im Bezirk auf und konnten im Internet von www.prokhspittal.at heruntergeladen werden. Für Konrad war die Unterstützung aus der Bevölkerung „riesig und die Übergabe ein Signal, dass die Politik umdenken muss, das Spittaler Spital gleich zu behandeln wie jene im Zentralraum Kärntens“.

Niemals Schließung

Kaiser stellte klar, dass „das Krankenhaus Spittal ein unverzichtbarer Teil in der Gesundheitsversorgung des Landes ist. Er bemängelte, dass es Gerüchte über eine Schließung des Hauses gegeben habe: „Das wird niemals der Fall sein, allein aus der Sonderstellung der Region wäre es unmöglich.“ Veränderungsschritte seien aber wichtig, um die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung zu sicheren.

Gesundheitsreferentin Beate Prettner sagte, dass „die Bettenzahl kein Ausdruck der Leistungen eines Spitals ist. Ich stehe voll zum Krankenhaus Spittal, ein sichtbares Zeichen ist auch meine Unterschrift.“ Spittals Bürgermeister Gerhard Pirih war auch vor Ort: „Diese Aktion hat gezeigt, welch wichtiger Teil Oberkärnten für Kärnten ist.“

Trotz Erfolges der Aktion gibt es ein Manko: Noch gibt es beim Land keinen formellen Ablauf, solche Listen zu nutzen. Es soll aber künftig ein „Büro für Zukunftsfragen“ geben, das solche Aktionen zur Bearbeitung in der Politik vorbereiten werde.

HELMUT STÖFLIN

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