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Oberkärnten

Nach Fischsterben an der Möll prüft die Behörde

Zweites Kraftwerk der Kelag könnte Schlammlawine an der Möll ebenfalls verursacht haben, mutmaßen Fischer. Betreiber beteuern, alle Auflagen erfüllt zu haben. Nun wird Schadenshöhe ermittelt und nach Ursachen geforscht.

Auch unterhalb des Kraftwerkes Gößnitz lagerte sich Schlamm ab
Auch unterhalb des Kraftwerkes Gößnitz lagerte sich Schlamm ab © KK/Privat
 

Hohe Wellen schlagen zwei Kraftwerksspülungen an der Möll, bei denen diese Woche tausende Fische und Kleinlebewesen verendet sind. Während vorerst nur von jenem Bereich abwärts des Verbund-Stausees Rottau die Rede war, stellte sich gestern heraus, dass auch der Abschnitt zwischen Rottau und dem weiter oben gelegenen Kelag-Kraftwerk Gößnitz verschlammt war.

Die beiden Kraftwerke wurden nämlich gleichzeitig gespült.
Das sei durchaus abgestimmt gewesen. „Wir haben im Juni ein Entlandungsprojekt gestartet, bei dem zirka 50.000 Kubikmeter Material ausgebaggert wurden“, sagt Christian Rupp, Betriebsleiter der Kraftwerksgruppe Fragant der Kelag. Danach wurde ab Montag der Stausee langsam und, wie Rupp beteuert, unter Einhaltung aller behördlicher Auflagen, abgelassen.

Den Vorwurf, es habe zu wenig Wasser gegeben, können wir nachweislich widerlegen. Unterhalb von Rottau müssen 60 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durchfließen. Da lagen wir eindeutig darüber. 

Robert Zechner, Verbund-Pressesprecher

Mit Sensoren an vier Messstellen wurde der Vorgang überprüft. Den Vorwurf, es sei zu wenig Wasser in der Möll gewesen, könne man nachweislich widerlegen, sagt Verbund-Pressesprecher Robert Zechner: „Unterhalb von Rottau müssen 60 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durchfließen. Da lagen wir eindeutig darüber.“

Warum es trotzdem zu so großen Schlammansammlungen kam, wolle man jetzt gemeinsam mit dem Land Kärnten und Experten der Universität für Bodenkultur in Wien ergründen. „Vielleicht wurde eine Sandbank abgespült, da es bei den Messungen eine plötzliche Spitze gab. Aber das muss jetzt überprüft werden“, sagt Zechner.

Saugbaggerung in Gößnitz

Während das Kraftwerk Rottau jährlich gespült wird – dort kam es in den vergangenen Jahren zu keinen derartigen Vorfällen – wird das in Gößnitz anders gemacht. Dort lag die letzte Spülung samt Saugbaggerung Jahre zurück. Ob es sich dabei um die Spülung im Jahr 2009 handelte, bei der es auch zu einem großen Fischsterben gekommen war, konnte Rupp nicht sagen, da damals diese Funktion noch nicht ausübte. Die Spülung jetzt sei auch nötig gewesen, um Reparaturen an der Wehranlage durchzuführen. Diese wird man wie geplant fertigstellen.

Die Kraftwerke

Rottau. Rottau ist die Kraftstation des Kraftwerks Malta-Hauptstufe, des leistungsstärksten Kraftwerkes in Österreich. Der Speichertn der Kölnbreinsperre dorthin zu leiten und bei erhöhtem Strombedarf wieder dorthin zu pumpen. Das sei nötig, um in Österreich eine stabile Stromversorgung sicherzustellen, heißt es vom Stromerzeuger Verbund.

Gößnitz. Dieses Kraftwerk ist ein Laufkraftwerk der Kelag und Teil der Kraftwerksgruppe Fragant.

Ob man künftig bei der derzeit gewählten Variante zur Spülung der Kraftwerke an der Möll bleiben wird, ist nach dem Vorfall offen. „Es wurde eine Überprüfung, ob alle Bescheide eingehalten wurden, durch die Gewässeraufsicht des Landes Kärnten veranlasst“, heißt es aus der Pressestelle des Lebensministeriums. Erst danach könne man über weitere Maßnahmen entscheiden.

In Kärnten forderten gestern Tierschutzreferent Christian Ragger (FPÖ), Fischereireferent Gerhard Köfer (Team Stronach/Kärnten) und Umweltreferent Rolf Holub (Grüne) lückenlose Aufklärung. Ragger sagte außerdem eine Soforthilfe von 10.000 Euro zur Wiederherstellung des Fischbestandes in der Möll zu. Erste Sachverständige waren bereits vor Ort. Die Höhe des Schadens werde aber erst in den kommenden Tagen ermittelt werden, sagte Harald Tschabuschnig, Leiter der Umweltabteilung des Landes.

KARIN HAUTZENBERGER

Kommentare (7)

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n4a89pbtnb3yzh97owry84apnvne15zi
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Und der Musiker schläft wie immer.

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jo2802
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Danke Wasserkraft

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Webscout
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Böse Natur

Nach dem Unwetter im Seebachtal im Juli diesen Jahres sah und sieht es dort genauso aus wie nun an der Möll. Nirgends wurde darüber berichtet!

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jahcity
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Die Behörde

die Politik u die Energiekonzerne stecken alle zusammen unter einer Decke. Sie belügen u bestehlen den Steuerzahler... siehe Reißeck II (ca 200 Mill in den Sand gesetzt u es wird alle 1/2 Jahr eine andere scheinheilige Ausrede präsentiert warum man es nicht in Betrieb nimmt da man damit auch den Megaverlust präsentieren müsste) Mellach II 600 Mill weg, Kalsdorf u Gössendorf bei Graz 40 Mill nach 4 Monaten Betrieb - weg. usw... Und diese V erbrechen wollen noch weiter KW bauen obwohl Ö keine neuen KW benötigt. Siehe: E Control keine neuen Kraftwerke. Es ist zum K otzen wie die KlZ da mitspielt einfach erbärmlich.....

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ErichGolger
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Ich teile zwar Ihre Meinung, jahcity,

jedoch nicht Ihre polemische Wortwahl. Das sollte ein gebildeter Mensch doch besser können.

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mhcikdike08jk6kghnhzcxfv337dzrfh
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Huch

ein Schulmeister

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georgXV
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Hamat der Kumpalan

aber dann verstehen es vielleicht NICHT alle Leute ...

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