AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

HeiligenblutRadon auf dem Fresser-Hof soll "abgesaugt" werden

Auf denkmalgeschütztem Hof in Apriach liegt Radonwert über dem 14-fachen des Richtwerts. Experten waren vor Ort, um Maßnahmen zu treffen.

Hof von Christian und Christiane Gorgasser muss saniert werden © Nicole Kari
 

Das 350 Jahre alte Bauernhaus, vulgo Fresser, mit Stall und kleiner Kapelle von Christian und Christiane Gorgasser in Heiligenblut wurde unter Denkmalschutz gestellt. „Das Haus ist direkt auf die Erde gebaut. Unter dem alten Holzboden ist das blanke Erdreich“, schildert die Familie. Das dürfte mit ein Grund für die hohe Radonkonzentration in den Wohnräumen sein. Eine Messung hat ergeben, dass der zulässige Richtwert in der Luft um das 14-fache überschritten wird. Auf lange Zeit gesehen stellt dies ein Gesundheitsrisiko dar.

Radon ist die zweithäufigste Ursache für die Ausbildung von Lungenkrebs. Wie die Kleine Zeitung berichtete, fühlen sich die Besitzer nach diesem Befund von den Behörden in Stich gelassen.

Radonhaltige Bodenluft absaugen

Nun waren Experten vor Ort. Erstes Ziel wird sein, die Radonwerte zu senken. „Es wird der Versuch gestartet, die radonhaltige Bodenluft abzusaugen, bevor sie ins Gebäude eindringt “, sagt Christian Kuscher, Sachgebietsleiter für Strahlenschutz beim Land Kärnten.

„An zwei Stellen werden dafür Löcher gebohrt. Das übernehme ich“, schildert Gorgasser. Das Bundesdenkmalamt wird eine Datierung der Bestandteile des Wohnhauses vornehmen. Das Gebäude soll bewohnbar gemacht werden, dabei sollen aber die denkmalgeschützten Elemente erhalten bleiben. Bei knapp 15 Prozent der Häuser liegt der Radonwert über dem Richtwert. Informationen gibt es unter: www.radon.gv.at 

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren