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MaltaEin Wanderweg wurde von Jägern zum Sperrgebiet erklärt

Das Betreten eines öffentlichen Weges wird Wanderern im Maltatal untersagt. Für das angebliche "jagdliche Sperrgebiet" gibt es von der Bezirkshaupmannschaft keine Bewilligung. Nun wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Diese Tafel sorgt bei Wanderern im Maltatal für Verwirrung und Unverständnis. Bezirkshauptmannschaft leitete Strafverfahren ein © KK/PRIVAT
 

Eine Tafel, die einen öffentlichen Wanderweg zum „jagdlichen Sperrgebiet“ ausweist, verärgerte einen Leser. Er wandte sich mit der Frage an die Kleine Zeitung, ob jenes Schild, welches das Betreten des Weges in die Perschitz Alpe (Malta) untersagt, rechtmäßig sei. Auf einer Zusatztafel ist mit einem dunklen Stift auf schwarzem Untergrund vermerkt, dass das „befristete jagdliche Sperrgebiet“ von 21. September bis 15. Oktober gelten würde.

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Auf einer Zusatztafel ist mit einem dunklen Stift auf schwarzem Untergrund vermerkt, dass das „befristete jagdliche Sperrgebiet“ von 21. September bis 15. Oktober gelten würde © KK/PRIVAT

Die Nachfrage bei Bezirkshauptmann Klaus Brandner ergab, dass die Tafel ohne behördliche Bewilligung aufgestellt wurde: „Eine Tafel dieses Aussehens gib es offiziell gar nicht. Wir haben ein Strafverfahren gegen denjenigen, der diese Tafel aufgestellt hat, eingeleitet.“ Brandner vermutet, dass Jäger im Jagdgebiet Perschitz während der Hirschbrunft ihre Ruhe haben wollten. Das ist laut Jagdgesetz kein Grund, ein Sperrgebiet zu verhängen. Besondere Umstände, wie die Häufung von Wildschadensfällen oder Seuchen rechtfertigen die Genehmigung. Die BH bewilligt die Sperre für eine Woche, im Bedarfsfall muss sie verlängert werden. Zur allgemeinen Benutzung bestimmte Straßen, Wanderwege, Skitourenrouten und Loipen sind davon nicht betroffen.

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