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FlattachMerlot aus dem höchsten Weingarten in Kärnten

Winzerin Ernestine Berger baut auf über 880 Meter Seehöhe im Mölltal biologische Rotweine an.

Ernestine Berger in ihrem Weingarten © KK/PRIVAT
 

Rotwein aus Kärnten ist schon eine Besonderheit an sich. Doch Kenner hegen Zweifel, wenn Winzerin Ernestine Berger ihren Plan auf 880 Meter Seehöhe verrät. Mitten im Mölltal will sie am Südhang Merlot anbauen. „Das man mich belächelt bin ich schon gewohnt“, sagt Berger. Sie hat sich 2012 mit dem höchstgelegenen Weingarten Kärntens einen Traum erfüllt. Die ehemalige Krankenschwester erschloss in ihrer Pension den Grafenberg bei Flattach. „Die Männer haben alle den Kopf geschüttelt. Ich habe im bis zu 60 Grad steilen Gelände Bagger kommen lassen, Wege erschlossen, Terrassen angelegt und die ersten Reben gepflanzt“, erzählt die Winzerin. Mittlerweile kümmert sie sich um 1600 Stöcke und keltert einen bereits im Landeswettbewerb ausgezeichneten Wein.

„Anfangs war es schon schwer, bis ich mir das ganze Wissen angeeignet habe. Und ich mache ja alles alleine, von der Pflege der Reben bis zum Keltern und Verkorken der Flasche“, erzählt sie. Aber aufgegeben hat sie nie. Der biologisch angebaute Wein hat sich unter Kennern mittlerweile herumgesprochen. Wenngleich man den Grafenberg neuerdings am besten erwandert. Gemeinsam mit Bergwanderführerin Silvia Granitzer wird von Flattach aus zum Weingut Grafenbergerin gewandert. „Die Gehzeit ist nur 40 Minuten, aber es bleiben immer alle gerne länger sitzen“, sagt Berger. Dass das Angebot nicht nur bei Urlaubern, sondern vor allem auch bei Einheimischen so gut ankommt, hat sie überrascht. Derzeit kann man noch Bergers „Klassiker“ Regent, Zweigelt und Rösler verkosten. Ob der Merlot – trotz der Unkenrufe – gelingen wird? „Das will ich einfach wissen“, sagt Berger.

Kommentare (2)

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enzianbrenner
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1
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oder wird es ...

... doch mehr ein "sauerampfer" (rumex acetosa) !? ... noch habe ich noch wirklich keinen GROSSEN wein aus kärnten erlebt ... leider!

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fokre
2
4
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Höchstes Kompliment

Ich bewundere den Einsatz meiner Winzerkollegin und wünsche ihr viel Erfolg für die die bevorstehende Lese. Liebe Grüße von Helmut Unterkofler, Stadtwinzer aus Klagenfurt

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