Hit im InternetDas ist der Mann, der den Wolkenbruch eingefangen hat

Peter Maier (27) filmte ein Gewitter über dem Millstätter See und erreicht damit ein Millionen-Publikum.

Bergsteigen, Filmen und Fotografieren - das sind die Hobbys des gebürtigen Mölltalers Peter Maier © Maier
 

Damit hat Peter Maier nicht gerechnet: Binnen wenigen Stunden wurde sein Video von einem Wolkenbruch über dem Millstätter See zum Hit im Internet. Am Sonntag hatte der gebürtige Mölltaler dieses auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht; am Dienstag zählte es bereits eine Million Aufrufe, wurde knapp 20.000 Mal geteilt. „Diesem Naturschauspiel zuzusehen, war einfach atemberaubend“, sagt Maier.

Er hatte seine Kamera am Sonntag auf der Terrasse des Alpengasthofs Bergfried oberhalb von Döbriach aufgestellt. Maier: „Man kann nicht planen, dass man dann solche Bilder einfängt. Es war ein Glückstreffer.“

Nicht sein Erster. Denn erst Anfang des Jahres sorgte ein Video des 27-Jährigen für Aufsehen. Im Jänner hatte er einen Mini-Tornado gefilmt, der durch seine Heimatgemeinde Stall im Mölltal zog. Die Reaktionen auf sein „Weltuntergangs-Video“ vom Millstätter See waren enorm. „Ich habe pro Stunde circa 50 Nachrichten bekommen. Ich bin aus dem Schreiben gar nicht mehr herausgekommen“, sagt der 27-Jährige.

Internet-Hit: Wolkenbruch über dem Millstätter See

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Peter Maier
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Kameras immer dabei

In seiner Freizeit zieht es Maier ständig in die Natur. Fünf bis sechs Kameras hat er auf seinen Bergtouren immer dabei. Für gute Bilder und Videos ist es ihm auch egal, wenn der Rucksack schon einmal bis zu zwölf Kilogramm wiegt – wie zuletzt bei seiner Tour auf den Mont Blanc (4810 Meter). Vor gut zwei Wochen hat Maier gemeinsam mit Freunden, allesamt Mitglieder der Bergrettung Flattach-Fragant, den höchsten Berg der Alpen bezwungen. „Wir sind oft gemeinsam unterwegs. Wer gute Freunde hat, braucht hohe Berge nicht zu fürchten“, sagt Maier.

In diesem Jahr planen die Freunde, die sich spaßhalber „Tauernkönige“ nennen, noch gemeinsam das Matterhorn (4478 Meter) und den Kilimandscharo (5895 Meter) zu besteigen. Nächstes Jahr ist der Elbrus (5642 Meter) das gemeinsame Ziel. Maier: „Es ist die Ruhe am Berg, die mich am Bergsteigen so fasziniert.“

In halb Europa unterwegs

Nicht nur fürs Bergsteigen, Fotografieren und Filmen ist Maier viel unterwegs. Auch aufgrund seines Berufes. Der 27-jährige Mölltaler arbeitet als Monteur in der Energiebranche – in halb Europa. Sein Arbeitgeber ist ein Schweizer Unternehmen. Maier lebt deshalb derzeit in Basel. Sein großer Wunsch ist es allerdings, bald in seine Heimat nach Kärnten zurückzukehren. „Ich könnte mir vorstellen, dass ich mich selbstständig mache.“ Am liebsten wäre ihm, wenn er seine große Leidenschaft das Fotografieren und Filmen zum Beruf machen könnte. Ein Händchen dafür hat er ja zweifelsfrei.

Sehen Sie hier das Video:

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