IrschenIrschen ist ganz wild auf Wildkräuter

Das Kräuterdorf bereitet sich auf den Frühling vor: Neuer Teekräuter-Garten und Irschener Kräuterkuchl ergänzen künftig das Angebot.

Für das Kräuterdorf Irschen werden Wildkräuter-Sammler gesucht, die im Oberen Drautal auf Pirsch gehen © kk
 

Vor 14 Jahren wurde der alte Stall neben dem Pfarrhof in Irschen zum Kräuterhaus umfunktioniert. Hier werden die Produkte, die in der Oberdrautaler Gemeinde aus Kräutern erzeugt werden, verkauft. Zum Pfarrstadl pachtet der Kräuterdorf Marketingverein Irschen heuer neuen Grund dazu. „Wir brauchen dringend Platz, um Teekräuter anzupflanzen. 250 Quadratmeter hatte der Kräuterverein bis jetzt, heuer kommen noch einmal 150 Quadratmeter dazu“, erzählt Eckart Mandler, Obmann der Vereins.

Angepflanzt werden Pfefferminze, Melisse, Thymian, Frauenmantel, Malve, Schafgarbe & Co., die von Hand geerntet, sortiert und getrocknet werden. „Wir haben mit Karin Filzmaier, einer gelernten Gärtnerin, die vor fünf Jahren über eine AMS-Aktion zu uns gekommen ist, eine Expertin für diese Kräutersparte“, so Mandler. Getrocknet, sortiert und abgepackt werden die Zutaten für die beliebten Kräutertees in einem Klassenzimmer in der Volksschule.

"Kräuterkuchl" mitten im Ort

Neue Wege in der Kräuterverarbeitung beschreitet der Marketingverein heuer im Frühling: In den Räumlichkeiten, wo ehemals der erste Kindergarten untergebracht war, entsteht die „Irschener Kräuterkuchl“. Hier werden Säfte, Salz, Tinkturen, Essig, Öle und vieles mehr verarbeitet. Verantwortlich dafür ist Renate Tiefnig. „Das Schöne daran ist, dass die Kräuterkuchl mitten im Ort entsteht und als Schauküche konzipiert ist. Das heißt, Passanten können gerne durch die Schaufenster unseren Kräuterexpertinnen bei der Arbeit über die Schulter schauen“, blickt Mandler in die nähere Zukunft. Größeres Augenmerk wird von Jahr zu Jahr auf die Wildsammlung gelegt.

Kleine Zeitung Helmuth Weichselb Kraeuterdorf Irschen Kraeuter Magische Kraeuter
Kräuter sammeln und trocknen ist reine Handarbeit © Kleine Zeitung Helmuth Weichselb

Der Kräuterverein ist auf der Suche nach Wildkräuter-Sammlern. „Unsere Natur bietet so viele Wildkräuter. Wir wären sehr froh, wenn man uns Himbeer- und Brombeerblätter, Schafgarbe, Frauenmantel, Birkenblätter, Hollunder und was sonst noch so im Jahreskreis auf Wiesen und in den Wäldern wächst, bringen würde. Wir sind auch über kleine Mengen sehr froh“, so Mandler, der schon weiterdenkt: „In Frankreich gibt es immer noch den Beruf eines Wildkräuter-Sammlers. Das wäre auch ein Berufsbild für unsere Region.“

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