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Spittal

Diskussion entschärfte Unmut über Asylwerber-Quartier

Bürgermeister Gerhard Pirih, Nadine Ruthardt von der Abteilung Flüchtlingswesen und Polizeikommandant Josef Brandner diskutierten. Am Ende einigte man sich auf ein Willkommensfest für Asylwerber-Familien und die Nachbarn aus Edling.

Nadine Ruthardt, Gerhard Pirih und Josef Brandner © Martina Pirker
 

Auf Drängen der Bewohner von Edling – allen voran Ex-Bundesrat Günther Molzbichler – fand im „Zebra“ eine Infoveranstaltung zu jener Asylwerber-Unterkunft statt, die Anfang des Monats bezogen wurde. Drei Familien mit insgesamt zwölf Personen sind dort untergebracht. Nadine Ruthardt von der Abteilung Flüchtlingswesen des Landes, Bürgermeister Gerhard Pirih und Josef Brandner, Kommandant der Polizeiinspektion Spittal, diskutierten mit den Anrainern, deren Kritik auf die fehlende Vorinformation abzielte.

Ruthardt bekannte sich dazu, dass das Land „säumig“ war und die Gemeinde im Vorfeld darüber hätte informieren müssen. Laut Brandner, der Bürgermeister in Greifenburg ist, hätte eine schriftliche Information an die Anrainer und eine transparente Diskussion vor dem Einzug der Asylwerber, den vorherrschenden Unmut abgeschwächt. Pirih betonte, dass Quartiere in dieser Größe für die Stadt am verträglichsten sind. "Ein Großquartiere wie es in der Türkkaserne angedacht war, ist vorläufig vom Tisch", beruhigte Pirih. Die Unterkunft in Edling ist für maximal 20 Personen auf Selbstversorgerbasis ausgerichtet. Familien werden bevorzugt, das wird sich laut Ruthardt nicht ändern.

Anrainer wurden zu einer Informationsveranstaltung geladen Foto © MARTINA PIRKER

Die aus Syrien stammende Familie, welche das Quartier betreibt, entschuldigte sich bei den Nachbarn, dass sie den Grund der Haussanierung „verheimlicht“ habe, sie hatte Angst vor Anfeindungen. An die Anrainer richtete sie die Einladung zu einem Willkommensfest.