"Es gibt wirklich einen Notstand in diesem Bereich. Ich bekomme noch immer Anfragen, aber ich bin mit meiner Betreuungseinrichtung selbst Vollzeit tätig", schildert Marilyn Rauter aus Paternion. Im Zuge mobiler Pflegebesuche hat sie viele Höfe in Oberkärnten gesehen, die vor einem Notstand stehen. Das Problem – nicht nur für entlegene Höfe: Eine Ersatzkraft für die Bäuerin ist quasi nicht zu bekommen. "Die Zivildiener, die geschickt werden, übernehmen vor allem die Arbeiten draußen. Die Tätigkeiten von Bäuerinnen umfassen oft aber auch die Direktvermarktung von Produkten und alle Arbeiten im Haushalt", betont Rauter. Immer wieder werde sie gefragt, an wen man sich wenden kann, wenn die Bäuerin ihrer Arbeit nicht nachkommen kann.