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Erstes QuartalNiedrige Insolvenzzahlen in Oberkärnten sind trügerisch

Jeweils zwei Insolvenzanträge gab es im Unternehmensbereich in den Bezirken Spittal und Hermagor im ersten Jahresquartal. Bei den Privatkonkursen gibt es Unterschiede.

Die Insolvenzstatistik, die für das Frühjahr Rückgänge bei Firmenpleiten und Privatkonkursen ausweist, "ist nicht der Spiegel der Wirtschaft", heißt es vom Kreditschutzverband © Maren Winter
 

Die aktuelle Insolvenzstatistik des Kreditschutzverbands KSV1870 für das erste Jahresquartal zeigt sowohl bei Unternehmen als auch bei Privatpersonen aus dem Bezirk Spittal rückläufige Zahlen. Auch im Bezirk Hermagor gibt es wenige Fälle. Kurzarbeit und Stundungen täuschen laut Kreditschutzverband über finanzielle Schieflagen hinweg. "Es ist paradox. Obwohl wir uns inmitten der größten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg befinden, gibt es einen Rückgang bei den Insolvenzen", schildert die Leiterin des KSV1870 Kärnten Barbara Wiesler-Hofer. Aufgrund der staatlichen Maßnahmen wie Kurzarbeit und Zahlungsstundungen hätten das Finanzamt und die Gesundheitskasse als größte Gläubiger keine Anträge gestellt. Deshalb sei das Insolvenzwesen derzeit nicht aktiv.

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