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Kurioser FallGefällte Bäume lösten einen Rechtsstreit aus

Ursprünglich sollten auf einem Seegrund in Dellach am Millstätter See nur ein paar Äste gekappt werden. Nun fehlen fast 20 Bäume.

Seegrund am Millstätter See: Da in der Natur keine Grenze ersichtlich ist, fehlen dem Nachbarn rund 20 Bäume, darunter eine sehr alte Eiche © KK/PRIVAT
 

Die Schlägerung von knapp 20 unterschiedlich alten Bäumen auf einem unbebauten Seegrundstück in Dellach am Millstätter See beschäftigt seit über einem Jahr die Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Der Wiener Industriedesigner Stefan Zinell stammt aus Spittal und besitzt in Dellach am Millstätter See in sehr steiler Hanglage ein knapp 900 Quadratmeter großes Seegrundstück. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das bebaute Grundstück eines Hamburger Managers, ebenfalls ein gebürtiger Spittaler. Beruflich bedingt ist Zinell nicht mehr sehr oft in Kärnten. „Als ich nach längerer Zeit im Juli 2019 wieder das Seegrundstück aufsuchte, fiel mir auf, dass hier in jüngster Zeit Rodungsmaßnahmen stattgefunden haben. Offensichtlich wurden alle Bäume auf der Südhälfte meines Grundstücks, ab der Höhe des Nachbarhauses geschlägert“, sagt Zinell.

KK/PRIVAT
Dieser Baum wurde ohne die Zustimmung des Besitzers gefällt © KK/PRIVAT

Nachdem die Fällung, darunter eine rund 120 Jahre alte Eiche, ohne sein Wissen erfolgte und auch das Holz nicht auffindbar war, erstattete Zinell Anzeige wegen Sachbeschädigung und Diebstahl. Der von dem Vorfall informierte Nachbar bestätigte, dass er ein Unternehmen beauftragt hätte, mehrere Äste einer großen Eiche zu entfernen, da diese auf sein Grundstück ragten. Der Schlägerungsunternehmer hatte festgestellt, dass die Eiche im oberen Bereich morsch gewesen sei und deshalb gefällt werden musste. Bedingt durch den Abtransport über das steile Gelände, wurden mehrere jüngere Bäume in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem die beiden Grundstücke weder durch eine Mauer noch einen Zaun getrennt sind, war für den Schlägerungsunternehmer nicht ersichtlich, auf welchem Grund, welche Bäume standen.

Kommentare (1)

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duesenwerni
0
3
Lesenswert?

Jetzt hat der "Hamburger Manager" (Fleischlaberlverkäufer??)

... freien Blick auf den See.
Das war ihm die 4.500 Euro wohl wert ....