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Tipps zum SaisonstartAn diese Regeln müssen sich Wanderer auf Almen halten

"Eine Alm ist kein Streichelzoo!" So heißt eine neue Broschüre von Landwirtschaftskammer, Almwirtschaftsverein und Kärnten Werbung. Damit will man Zwischenfälle mit Tieren und Touristen vermeiden.

Zu Kühen auf Almen soll man Abstand halten und sie keinesfalls streicheln
Zu Kühen auf Almen soll man Abstand halten und sie keinesfalls streicheln © Thomas Neumahr - Fotolia
 

"In dieser hektischen Zeit suchen die Gäste die Ruhe auf der Alm. Dieses Segment im Tourismus boomt“, informierte Hubert Reiner, Obmann des Vereins „Urlaub am Bauernhof“ bei einer Pressekonferenz mit Agrarreferent Martin Gruber, Landwirtschaftskammer-Präsident Johann Mößler und Josef Obweger, Obmann des Kärntner Almwirtschaftsvereins. Nun beginnt der Almsommer in Kärnten wieder. Immer mehr Menschen auf den Almen, die allerdings immer weniger Bezug zur Landwirtschaft haben, bringen aber auch Konfliktpotenziale mit sich. Vor allem zwischen Rindern und Erholungssuchenden, die ihre Hunde mit auf die Alm bringen, kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, weil kaum Distanz zu den an sich gutmütigen Nutztieren gehalten wird.

„Hier gilt es, Aufklärungsarbeit bei Einheimischen und Urlaubern zu betreiben und den Respekt für die Almwirtschaft und vor dem Weidevieh zu stärken“, betonte Mößler. Auf der Lammersdorfer Alm bei Millstatt gewähren zu diesem Zweck Führungen Gästen einen Einblick in die Landwirtschaft und im Zuge der „Schule auf der Alm“ wird schon bei den Kleinsten Bewusstseinsbildung betrieben. „Die Alm ist eben keine Naturlandschaft, sondern durch nachhaltige Bewirtschaftung gepflegte Kulturlandschaft, die auch im Tourismus beworben wird“, sagte Gruber. So bedingen sich Tourismus und Almwirtschaft gegenseitig: Für viele Almbauern bedeutet der Fremdenverkehr ein lohnendes Zubrot und ohne Weidevieh würde die Alm zuwachsen und als Erholungsraum wegfallen.

Zu einem guten Miteinander von Almwirtschaft und Tourismus soll auch die Broschüre „Eine Alm ist kein Streichelzoo!“ von Landwirtschaftskammer, Almwirtschaftsverein und Kärnten Werbung beitragen. Sie liegt zum Beispiel in Tourismusbetrieben und Almhütten auf und informiert auf deutsch und englisch über richtiges Verhalten auf der Alm.

Verhaltensregeln für Wanderer

Abstand halten. Wanderwege auf Weiden nicht
verlassen. Ruhig und unauffällig in einer Distanz von 20 bis 50 Metern an Kühen und Pferden vorbei gehen. Die Tiere nicht berühren oder erschrecken, Kälber keinesfalls streicheln.

Im Notfall dem Rind mit einem Stock einen gezielten Schlag auf die Nase versetzen.

Hunde sofort ableinen, wenn ein Angriff eines Rindes (gesenkter Kopf, scharren, schnauben) abzusehen ist.

Zahlen

73 Prozent der Tiere auf Kärntner Almen sind Rinder, 25 Prozent Schafe und Ziegen, 2 Prozent Pferde.

65.000 Stück Vieh von 4000 Familienbetrieben werden jährlich auf 1862 Almen aufgetrieben.

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