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OberkärntenOberes Drautal: Trotz Bemühungen weiter warten auf neue B100

Bürgermeister der drei von der alten Drautal Bundesstraße "überfahrenen" Gemeinden - Greifenburg, Berg/Drau und Dellach/Drau - bangen um den Weiterbau der B100. Man will nun Minister ins Tal holen.

Die Belastung durch Schwer- und Pkw-Verkehr droht in Greifenburg noch lange zu bleiben © Stöflin
 

Vor über einem Jahr – Mitte Jänner 2016 – war die Rede von einem „historischen Moment“. Damals haben sich die Gemeinden Greifenburg, Berg und Dellach/Drau mit dem Land Kärnten auf eine gemeinsame – bahnnahe – Trasse für die neue Drautalstraße B 100 geeinigt.

Seit damals ist es auffallend ruhig geworden um den Lückenschluss zwischen Radlach-West und Dellach-West. „Für diesen sind 50 bis 60 Millionen Euro notwendig, die wir mit dem Bund aufbringen müssen“, erklärt Straßenbaureferent Landesrat Gerhard Köfer und ergänzt: „Klar ist aber auch, dass für die Trassen in Greifenburg und Dellach Umweltverträglichkeitsprüfungen notwendig sind. In Berg können wir im B 100-Altbestand bauen. Dort will ich die noch vorhandenen acht Millionen Euro investieren. Ansonsten steht das Land in Verhandlungen mit dem Bund. Allerdings sind laut Finanzminister Hans Jörg Schelling aus dem Finanzausgleich keine Mittel möglich.“

„Es scheint, dass nun Bewegung in die Sache kommt“, erklärt hingegen Landtagsabgeordneter Ferdinand Hueter und Bürgermeister von Berg im Drautal. Es gäbe einen Schriftverkehr und viele Gespräche zwischen dem Land sowie Infrastruktur- und Finanzministerium. Hueter: „Wir wollen Jörg Leichtfried, Bundesminister für Verkehr, Innovationen und Technologie ins Obere Drautal bringen, damit er die Verkehrsproblematik vor Ort selbst miterleben kann.“ Hueter sieht für die Finanzierung der „Rest-B 100“ auch insofern große Chancen, weil 2018 die Rückzahlung der Umfahrung Bad St. Leonhard im Lavanttal endet und diese Gelder dann frei wären. Seine Gemeinde Berg habe jedenfalls den einstimmigen Beschluss für eine bahnnahe Trasse.

Sorgen im Ort hat hingegen Josef Brandner, Bürgermeister von Greifenburg: „Die stark befahrene B 100 mitten durch den Ort hemmt die Ortsentwicklung, aber auch die Widmungen im Gewerbegebiet, sodass  sich Firmen nicht ansiedeln können.“ Er bestätigt auch die Bemühungen um einen Besuch des Infrastruktur-Ministers und bestätigt, dass das Finanzministerium sich für nicht zuständig hält.

In der Gemeinde Dellach im Drautal wartet man ebenso auf eine Entscheidung. Bürgermeister Johannes Pirker: „Vor zwei Jahren haben wir einstimmig den Trassenbeschluss getätigt. Für die Entwicklung des Ortes wäre es wichtig, endlich Gewissheit über die Führung einer möglichen neuen Trasse zu erhalten. Dann könnten wir Widmungsflächen für zukunftsträchtige Betriebe und Wohnhäuser festlegen.“

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Danke für Ihr Verständnis.

47er
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Zu spät

In Dellach wurde schon vor mehr als FÜNFZIG ! Jahren mit einer Umfahrung begonnen, hatten die ansässigen Betriebe Angst vor einer Geschäftsentgang? In Greifenburg hat man einst um DREI Umfahrungen gestritten ( die tollste mit Tunnelvariante). Zudem wurde schon weit in die mögliche (Unterflur-) Trasse Wohnungen gebaut, am Bahnhof ein Gewerbebetrieb genehmigt. Jetzt wird es eng und Geld ist auch keines mehr vorhanden. Ich kann den (gewesenen) Gemeindevätern für ihre vorausschauende Politik nur gratulieren.

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ErichGolger
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Da fehlt wohl auch der Kümmerer ...

Mit dem Moment, wo die Trassenführung feststeht, kann die Vorplanung und die Vorbereitung für das Genehmigungsverfahren inkl. UVP beginnen.

Mit dem langen Gesicht auf das fehlende Budget hinzuweisen bringt die Angelegenheit auch nicht weiter. Prioritäten zu setzen ist scheinbar nicht die Stärke des Straßenbaureferenten.

Das Thema ist seit Jahren auf Kosten der Bürger überfällig!

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