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Politik intern

Bürgermeister Schlagholz: „Wurde schon genug attackiert“

Wolfsberger Bürgermeister plädiert für ein Asylheim in „angemessener Entfernung“ zu Kindergarten und Schulen. Hintergrund ist das bereits genehmigte Quartier im ehemaligen Kindergarten in St. Stefan.

Bevor das Land offiziell grünes Licht für das Asylheim gab, wurde mit dem Umbau des alten Kindergartens begonnen © Bettina Friedl
 

Seit Monaten sorgt das geplante Asylheim im einstigen Kindergarten in St. Stefan für Diskussionen. Das Land gab Ende Juni grünes Licht, dass das Gebäude für die Unterbringung von 20 unbegleiteten Flüchtlingen von 14 bis 18 Jahren geeignet ist. Am Donnerstag fand eine letzte Begehung statt.

Christine Gaschler-Andreasch als Leiterin des Sozialreferates des Landes erhielt am Montag ein Schreiben von Hans-Peter Schlagholz (SPÖ). Darin steht: „Als Bürgermeister von Wolfsberg sehe ich es als Pflicht, darauf hinzuweisen, dass der Standort in unmittelbarer Nähe zur NMS, Volksschule und Musikschule und angrenzend an den Kindergarten möglicherweise zu unvorhersehbaren Konfliktpotenzialen führt. Ein Standort in angemessener Entfernung zu den Bildungseinrichtungen kann zu einer Entschärfung der emotional sehr angespannten Stimmung führen.“

Bettina Friedl
Christine Gaschler-Andreasch mit Hans-Peter Schlagholz © Bettina Friedl

Einzug frühestens Mitte August

Doch der Standort ist fix. Gaschler-Andreasch: „Wenn alle Auflagen erfüllt sind, ist dieses Quartier laut Gesetz zu bewilligen. Ich verstehe die Sorgen, doch bei beiden Bürgerversammlungen konnte niemand seine Ängste wirklich benennen. Die Flüchtlinge werden außerdem rund um die Uhr vom ,B3 Netzwerk‘ betreut.“ Sie rechnet damit, dass die Flüchtlinge „frühestens Mitte August“ einziehen.

Über 1300 Protest-Unteschriften

Schlagholz sah die Aufnahme von minderjährigen Flüchtlingen stets als „nötigen Akt der Humanität“. In seinem Schreiben an das Land bittet er, die Ängste der Bevölkerung ernst zu nehmen und verwies auf eine Unterschriftenliste der FPÖ gegen diesen Standort, in die sich über 1300 Personen eingetragen haben.

Darauf angesprochen, wieso er das Schreiben fünf Monate nach Bekanntwerden der Pläne verfasst hat, sagt Schlagholz: „Dieses Schreiben ging ans Land und ist vertraulich. Obwohl die Gemeinde keine Parteistellung hat, wurde ich wegen dem Heim schon genug attackiert. Mir reichts!“ Aus dem Büro von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) informiert Betina Germann: „Die Sorgen werden ernst genommen. Es wird zwischen Asylheim und Kindergarten einen Zaun geben und es werden Thujen gepflanzt, um die Sicht einzugrenzen. So gesehen gibt’s keine unmittelbare Nähe.“

BETTINA FRIEDL

Kommentare (4)

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metropole
1
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Außer geheimen Briefen mit Bla -Bla Inhalt fällt Schlagholz nichts ein.Vielleicht richtet er einen Brief an die Stadtwerke,Stadträtin Karner zur Rücknahm eder von ihm initierten Gebührenerhöhungen wie Wasser,Kanal,Friedhof,Kindergarten ...

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cchina
0
4
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Betina

Ihren Zaun können sie sich sonst wohin Pflanzen der ist für gar nichts.

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bernik2
3
2
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anscheinend noch immer zuwenig,

bis Sie die Lage endlich begreifen!!!

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vitruvianisch
2
9
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Alles nur Geschäftemacherei

Dem Vermieter des alten Gemeindeamtes geht es nur ums Geld. Ob ein Thujenzaun die womöglich auftretenden Probleme verhindern werden, wage ich zu bezweifeln. Diese ganze Angelegenheit ist vermutlich vom Ablauf her nicht ganz sauber.

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