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Lavanttal

In diesem Park werden Kinder zu Forschern

Mithilfe von EU-Förderungen soll der Geopark Karawanken um einen geologischen Spielpark beim Naturbadesee und um Mobilheime auf dem Campingplatz in Lavamünd erweitert werden.

Wissenschaft macht Spaß! Antonia Weissenbacher bei einer Führung mit Schülern aus Gallizien im Infozentrum des Geoparks Karawanken
Wissenschaft macht Spaß! Antonia Weissenbacher bei einer Führung mit Schülern aus Gallizien im Infozentrum des Geoparks Karawanken © Daniela Grössing
 

Sport, Spaß und Steine – seitdem der Geopark Karawanken vor eineinhalb Jahren eröffnete, wurde das Angebot kontinuierlich ausgebaut. Im Geopark, der sich über 14 Gemeinden, neun in Kärnten und fünf in Slowenien, erstreckt, gibt es viel zu entdecken. Neben 1200 Kilometer langen Wanderwegen, Stollenbiken, Kanufahren und Klettern können Besucher anhand der Gesteine Wissenswertes über die Entstehung der Berge und Täler in der Region erfahren. Spielerisch werden komplexe Inhalte für Kinder aufbereitet. Regelmäßig finden etwa Führungen mit Schulklassen im Infozentrum in Bad Eisenkappel statt. „70 Prozent unserer Besucher sind Kinder“, berichtet Geoparkleiter Gerald Hartmann aus Lavamünd.

Dieser Schwerpunkt soll nun mit dem Leader-Projekt „Geopark Forscherkids“ ausgebaut werden. Das Budget umfasst 100.000 Euro, 80 Prozent kommen von der EU, 20 Prozent werden aus Eigenmitteln aufgebracht. „Das ist eine Initialzündung. Das Projekt soll bis Ende des Jahres stehen und dann weiterlaufen. Es geht ums Erforschen und um Bewegung. Die Kinder können so auch ihre Heimat besser kennenlernen“, sagt Projektleiterin und Geografin Antonia Weissenbacher aus Feistritz ob Bleiburg.
Noch heuer sollen ein Forscherzentrum in der ehemaligen Volksschule St. Philippen in Sittersdorf und auf dem Freizeitgelände in Lavamünd ein Spielbereich entstehen. Das Angebot in Sittersdorf richtet sich an Schüler und Familien. Mikroskope, Gesteinsproben und Anleitungen zu naturwissenschaftlichen Experimenten können von den Schulen ausgeliehen werden.

Wenn man weiß, auf was man achten muss, können Steine viel „erzählen“
Wenn man weiß, auf was man achten muss, können Steine viel „erzählen“ Foto © Daniela Grössing

Dinosaurier und Fossile

In Lavamünd soll den Kindern spielerisch, beispielsweise durch ein Kletternetz, das an einem Dinosaurier-Skelett befestigt ist oder einen Motorik-Parcours in Form eines Fossils, bewusst gemacht werden, wie sich ihre Heimat im Laufe der Zeit verändert hat. Der Gemeinderat stimmt nächsten Donnerstag über einen Grundsatzbeschluss zu diesem Projekt ab. „Ich habe vorab mit Gemeinderat und Tourismusverein positive Gespräche geführt“, sagt Hartmann, der zusätzlich mit der Gemeinde Lavamünd noch ein weiteres EU-Projekt einreichen wird. „Wir möchten die Nächtigungszahlen steigern, indem wir beim Campingplatz fünf bis sieben Mobilheime aufstellen. Hier können Schulklassen oder Gruppen bis zu 30 Personen schlafen“, sagt Hartmann. Auch ein Weitwanderweg soll im Zuge dessen entstehen. „Wir sind bemüht, als einziger Naturpark in Unterkärnten, viele Zielgruppen anzusprechen“, sagt Hartmann.

Zwischen Naturbadesee und Sportplatz Lavamünd soll ein rund 400 Quadratmeter großer Spielbereich für kleine Forscher entstehen. Im Sommer soll er errichtet werden
Zwischen Naturbadesee und Sportplatz Lavamünd soll ein rund 400 Quadratmeter großer Spielbereich für kleine Forscher entstehen. Im Sommer soll er errichtet werden Foto © Bettina Friedl

MEHR ZUM PROJEKT „GEOPARK FORSCHERKIDS“

Was? Leader ist ein Förderprogramm der EU mit dem innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Das Projekt „Geopark Forscherkids“ wurde über die
Lokale Aktionsgruppe Unterkärnten eingereicht, das Lavanttal ist ein Teil davon. Dadurch steht dem Geopark ein Budget von 100.000 Euro zur Verfügung, 20 Prozent sind als Eigenmittel aufzubringen.
Wann? Das Projekt läuft von Februar bis Ende 2016. Bis dahin soll der Spielplatz in Lavamünd und das Forscherzentrum in Sittersdorf
errichtet sein. Danach führt der Geopark das Projekt weiter.
Wo? Der Geopark hat seinen Sitz in Bad Eisenkappel, wo sich auch das Infozentrum befindet.
Kontakt? (0 42 38) 82 39 15, www.geopark-karawanken.at.

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