AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Lavanttal

"So ein Unwetter hat es noch nie gegeben"

Das schwere Unwetter von Freitag richtete in Frantschach-St. Gertraud Schäden in Millionenhöhe an. Am schlimmsten betroffen ist der Ortsteil Frass.

Von den Schlammmassen schwer betroffen: Familie Martinz und Nachbarn © Zarfl
 

"Alles passierte unerwartet und innerhalb von Minuten. Plötzlich waren die Kellerabteile knöcheltief mit Schlamm bedeckt“, sagt Dorfplatz-Anrainer Hannes Niessl. Der Fraßbach etwa in Frantschach wurde zu einem reißenden Fluss, der an vielen Stellen über die Ufer trat und die Fotzbrücke regelrecht wegriss. Keller wurden überflutet, Bäume stürzten um. Das Unwetter Freitagnachmittag richtete in Teilen des Lavanttals, besonders aber in Frantschach-St. Gertraud, schwere Schäden an. Der Schock bei den Einwohnern sitzt tief.

 

"Frasswirt" Johann Martinz: "Alles war voller Wasser" Foto © Zarfl

Den Ortsteil Frass traf es am heftigsten. „Mich hat es schlimm erwischt. So etwas war noch nie da. Meine Gaststube sowie Küche waren komplett voller Wasser. Sogar den Gastgarten samt Blumen und Sonnenschirme riss es weg“, erzählt Gastronom Johann Martinz vom „Frasswirt“. Die Schlammmassen blockierten die Straße und machten eine Durchfahrt unmöglich. „So ein Unwetter hat es noch nie gegeben“, sagt er. „In kürzester Zeit waren Feuerwehren und viele freiwillige Helfer bei uns. Ohne sie wären wir verloren gewesen.“ Martinz weiter: „Wichtig ist, dass so etwas nicht mehr passiert und die Wildwasserräumung und die Bachbebauung vorangeht.“

 

Gilbert Kutzner bei Aufräumarbeiten Foto © Zarfl

„Die gröbsten Aufräumarbeiten werden in den nächsten Tagen abgeschlossen sein. Aber die vielen Reparaturarbeiten werden uns noch die nächsten Wochen beschäftigen“, sagt Bürgermeister Günther Vallant, der mit einer Kommission unterwegs war, um die Schäden zu begutachten. Der Gesamtschaden könne noch nicht beziffert werden. Vallant geht aber von mehreren Millionen Euro aus. Der Bürgermeister kritisiert die vielen Schaulustigen vor Ort, welche die Aufräumarbeiten behindern.

SANDRA ZARFL

Kommentare (3)

Kommentieren
liquidatus
0
1
Lesenswert?

Die Telekom....

...schläft wirklich, die haben nicht einmal gewußt, dass es hier zu massiven Schäden, Kabelrissen und Mastenbrüchen gekommen ist. Ein Schläferverein!!!

Antworten
Momi60
1
4
Lesenswert?

Nachbarschafthilfe

... oder funktioniert sowas immer nur einseitig? Na ich hoffe, Slewenien ist auch ein bisl zum helfen angerückt, denn "Geben und Nehmen" sollten sich hier begegnen...

Antworten
Momi60
1
3
Lesenswert?

Nachbarschaft...

Slowenien ist ja wohl hoffentlich auch zum helfen ausgerückt???! Oder funktioniert hier wieder nicht "Geben UND nehmen"

Antworten