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Studienreise

Geopark macht Region zur grenzüberschreitenden Erlebniswelt

In Form von drei Studienreisen im Rahmen von „Crossborder Active 2020" präsentiert sich der Geopark Karawanken/Karavanke als eine grenzüberschreitende Region mit vielversprechenden Zukunftsperspektiven.

Besichtigung des Hotels „Youth-Hostel Punkel“ im Sportpark Ravne
Besichtigung des Hotels „Youth-Hostel Punkel“ im Sportpark Ravne © Zdravko Haderlap
 

Nach Eigendefinition soll der Geopark in Zukunft – neben dem geologischen und geografischen Charakter – mit nachhaltigem Tourismus mitsamt dem natürlichen und kulturellen Erbe des gesamten Gebietes von Südkärnten und Nordslowenien zum Wohlergehen der lokalen Bevölkerung beitragen. Alle Elemente dieses Gebietes sind sowohl im Schutz als auch in der Vermarktung des Geoparks angedacht.

Vier Schwerpunkte

Ebenfalls sollen laut Landeshauptmann Peter Kaiser „vier Schwerpunkte bei der Entwicklung des Geoparks forciert werden. Dazu gehören eine Erweiterung der Industriestandorte und der Arbeitsmarktförderung unter Einbindung der Koralmbahn.

Unter der Petzen gibt es ein 1000 Kilometer langes Stollensystem, in dem Jahrhunderte lang Bergbau betrieben wurde Mit Grubenhunten wurde das Erz- gestein aus den engen Stollen befördert
Unter der Petzen gibt es ein 1000 Kilometer langes Stollensystem, in dem Jahrhunderte lang Bergbau betrieben wurde Mit Grubenhunten wurde das Erz- gestein aus den engen Stollen befördert Foto © Zdravko Haderlap

Weiters der Ausbau des Parks und des Radlandes Südkärnten zu einem Tourismusmagneten. Darüber hinaus der Ausbau von Kulturnetzen, Bildungsangeboten, Sozialstandards und des Zivilschutzes sowie eine regionale Bewusstseinskampagne zur Förderung der Region.

„Bausteine" der Region

Mit Neugierde nahm am Dienstag auch die Kleine Zeitung an der zweiten Studienreise im Rahmen der Strategieentwicklung „Crossborder Active 2020" teil. Dabei versuchte der Geschäftsführer des Geoparks, Gerald Hartmann, allen österreichischen Teilnehmern bereits funktionierende Bausteine der Region auf slowenischer Seite näherzubringen. Hartmann: „Die Studienreisen sollen unsere Erfahrungswerte in der bisherigen grenzüberschreitenden Kooperation zwischen Gemeinden und die Vernetzung der bestehenden Angebote aufzeigen."

Bergmann Marko (Mitte) brachte den Teilnehmern im Schaubergwerk mit viel Wissen den Bergbau unter der Petzen durch die Jahrhunderte näher
Bergmann Marko (Mitte) brachte den Teilnehmern im Schaubergwerk mit viel Wissen den Bergbau unter der Petzen durch die Jahrhunderte näher Foto © Zdravko Haderlap

Nach dem Besuch des Bergbaumuseums in Mežica im Mießtal ging es 15 Minuten lang in der engen Bergwerksbahn rumpelnd und ohrenbetäubend 3,5 Kilometer weit und 600 Meter tief in das Schaubergwerk. Dort brachte Bergmann Marko mit viel Wissen den erstaunten Touristikern und Gemeindebediensteten mit einer Führung durch einen kleinen Teil des 1000 Kilometer langen Stollensystems unter der Petzen den Bergbau über die Jahrhunderte näher.

Nächste Station war der neu errichtete geologische Lehrpfad und dann das weitläufige Sportzentrum in der Nachbargemeinde Ravne na Koro(s)kem, wo das „Youth-Hostel Punkel“ den Teilnehmern einen bleibenden Eindruck vermittelte und sie erahnen ließ, wie die Entwicklung der Karawankenregion in Zukunft fortschreiten könnte.

Hintergrund

GESCHÄFTSFÜHRER GERALD HARTMANN: Warum politisch Verantwortliche bei immer leerer werdenden Kassen verstärkt auf den grenzüberschreitenden Geopark setzen, hat mit dem EU-Förderzeitraum 2014 bis 2020/22 zu tun. Nach Durchsetzung der eingereichten Projekte verspricht man sich immerhin 75 bis 85 Prozent nicht rückzuzahlende Fördermittel aus Brüssel. Dafür stehen Österreich und seinen nachbarschaftlichen Projektpartnern im vorgegebenen Zeitraum etwa 257 Millionen Euro zur Verfügung.

Seitens der EU wird nun auch die frühere Gemeinschaftsinitiative Interreg vom Ziel „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ (ETZ) abgelöst, welche von den Partnergemeinden des Geoparks Karawanken/Karavanke als „Leadpartner“ (Rechts- & Projektträger) in den kommenden Monaten noch umgesetzt werden muss.

Partnergemeinden des Geoparks sind in Kärnten Eisenkappel-Vellach/Železna Kapla-Bela, Sittersdorf, Globasnitz/Globasnica, Gallizien, Feistritz ob Bleiburg/Bistrica nad Pliberkom, Bleiburg/Pliberk, Neuhaus, Lavamünd und Zell/Sele. Partner in Slowenien sind Črna na Koroškem, Mežica, Prevalje, Ravne na Koroškem und Dravograd. Der Arge Geopark gehören auch die Obir Tropfsteinhöhlen und die Petzen Unterwelt/Podzemlje Pece d.o.o. an.

VON ZDRAVKO HADERLAP

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