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Völkermarkt, WolfsbergBiber sind in Unterkärnten weiterhin auf dem Vormarsch

Meldungen über Schäden in Bezirken Völkermarkt und Wolfsberg steigen. Land erließ Verordnung zur Regulierung der Bestände. Eine generelle Bejagung der Nager ist aber nicht geplant.

Biber
Der Biber ist ein wahrer Baumeister der Natur. Er kann ganze Landschaftsstriche verändern © APA/dpa/Felix Heyder
 

Im Mittelalter galt der Biber als Fisch und war eine begehrte Fastenspeise. Seinem Sekret, dem Bibergeil, wurde bis ins 19. Jahrhundert heilende Wirkung bei Gicht nachgesagt. Durch intensive Bejagung– wobei vor allem das Fell begehrt war – ging der Bestand dieser Nagetiere beständig zurück, um sich in den vergangenen Jahren erneut tüchtig zu erholen.

Europäischer Biber

Pflanzenfresser. Der Europäische Biber (Castor fiber), der in unseren Breiten heimisch ist, ist ein reiner Pflanzenfresser. Für den Menschen auffallend ist der sogenannte Biberfraß an Bäumen, die in Sanduhrtechnik angenagt und gefällt werden. Biber bevorzugen weiche Hölzer wie Pappeln oder Weiden, schrecken aber auch vor Obstbäumen nicht zurück. Die Tiere bauen Dämme und Biberburgen.


Inzwischen fühlt sich der Biber in Kärnten sehr wohl. Nach einem Monitoring des Landes im Jahr 2019 unter Federführung der Biologin Patricia Graf weiß man, dass die Zahl ständig wächst. Derzeit geht man von rund 700 Bibern in ganz Kärnten aus. Ein intensiver Bestand ist an der Drau in Unterkärnten mit nachgewiesenen 106 Tieren zu vermerken. Die Lavant bevölkerten bei der Erhebung vor zwei Jahren 21 Tiere. „Wir können aber davon ausgehen, dass diese Zahlen bereits überholt sind und die Biberpopulation weiter angewachsen ist. Das merken wir an den steigenden Meldungen von Biberschäden durch Landwirte, aber auch Privatpersonen“, sagt Graf.

Kommentare (1)
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wjs13
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Wieder versäumt die Politik die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen

Wegen der Kormorane und zuletzt der Fischotter gibt es Kärnten kaum noch Fische. Jetzt dürfen die Biber alle Fließwässer stauen, aber die bauen keine Fischtreppen wie die KELAG.
Da diese Tiere keine natürlichen Feinde mehr haben, muß die Jägerschaft korrigierend eingreifen (dürfen).