Starke Persönlichkeit: Christian Baumgartner

Christian Baumgartner vom Bezirkspolizeikommando Wolfsberg gilt als erfahrener IT-Experte und Cyber-Crime-Ermittler. Aber nicht nur das, er wurde vergangenes Jahr zum „Polizist des Jahres 2019“ ausgezeichnet. Und im heurigen noch jungen Jahr wartet die nächste Auszeichnung auf ihn: „Kopf des Jahres 2020“ in der Kategorie „Starke Persönlichkeiten“.

„Es freut mich wirklich sehr. Es betrifft zwar mich als Person, aber alleine kann man nichts bewirken. Es ist aber davon auszugehen, dass meine Arbeit anscheinend gesehen, gehört und geschätzt wird. Das ist der schönste Verdienst“, sagt der St. Andräer, der den Sieg als Ansporn für die Zukunft sieht: „Ich werde natürlich weiterhin Vollgas geben. Wunder kann ich keine bewirken, aber ich geben mein Bestes.“
Was für ihn eine starke Persönlichkeit ausmacht? „Natürlich und authentisch sowie nach allen Seiten hin offen zu sein“, so der 48-Jährige, der seit 1993 am Polizeiposten in Wolfsberg tätig ist.

Christian Baumgartner
© KLZ/Kulmer

Erfindergeist: Lisa-Marie Schaden und Andreas Koitz

Lisa-Marie Schaden (31) und Andreas Koitz (32) aus Bad St. Leonhard mussten viel Mut beweisen. Dieser Mut hat sich aber anscheinend bezahlt gemacht. Sie haben sich den Traum einer eigenen Wurmfarm verwirklicht. Dort züchten sie auf biologische Art und Weise Mehlwürmer und Schwarzkäfer in Lebensmittelqualität.

„Es kostete zu Beginn viel Überzeugungsarbeit, aber es freut uns, dass sich die Arbeit bezahlt gemacht hat. Wir wollten einmal etwas Innovatives probieren und diese Auszeichnung jetzt beweist, dass man ruhig einmal etwas mutig sein darf“, sagt Schaden, die in Kooperation mit ihrem Geschäftspartner Thomas Stocker im vergangenen Jahr außerdem die Internetplattform „Farm Fresh Food“ für regionale Produkte gegründet hat. Nach einem Baukastenprinzip können Boxen, gefüllt mit Köstlichkeiten aus der Region, bestellt und direkt vor die Haustüre geliefert werden. Ein Ausbau des Angebotes sowie eine neue Software zur Arbeitserleichterung sind die weiteren Ziele.

Lisa-Marie Schaden
© (c) Dieter Kulmer

Junges Talent: Elsa Logar

Ihre Welt könnte bunter nicht sein. Elsa Logar aus Neuhaus liebt Comics und nicht nur das, sie zeichnet sie auch selbst. Zuletzt fiel die Unterkärntnerin im Rahmen einer Ausstellung zum Jubiläumsjahr „CarinthiJa 2020“ bei einer Ausstellung im Museum am Bach in Ruden auf, wo sie bemerkenswerte Illustrationen zeigte. Kurator und Museumsleiter Alex Samyi stellte sie dort auch als künstlerische Leiterin vor.

„Ich freue mich über die Auszeichnung und finde es toll, gerade im Bereich der Comics auch gesehen zu werden. Es geht mir um persönliche und politische Erfahrungen, die ich mit den Zeichnungen ausdrücken möchte“, sagt die 21-Jährige, die derzeit an der Höheren Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien „Multimedia“ studiert. Ihre Ziele für die Zukunft: „Ich möchte noch stärker mit anderen Künstlern zusammenarbeiten und mich austauschen. Ein großer Traum von mir ist es, eine Grafik-Novel zu schreiben“, so die Neuhauserin, die sich auch Expertisen in den Bereichen Animation und Film aneignen will.

Elsa Logar
© (c) Dieter Kulmer

Sport: Elena Karner

Das Jahr 2020 war ein besonderes Jahr für Elena Karner aus Reichenfels. Erstmals in ihrer Karriere konnte sich die Tennisspielerin über einen großen Titel in der Allgemeinen Klasse freuen. Der Hallen-Staatsmeistertitel ist für die 17-Jährige der größte Erfolg ihrer noch jungen Karriere.

Und nun konnte sie die Wahl „Köpfe des Jahres 2020“ in der Kategorie „Sport“ für sich entscheiden: „Ich hätte nie gedacht, dass ich diese Auszeichnung gewinne, denn es gibt so viele gute Sportler bei uns. Vor allem gibt es auch andere, populärere Sportarten. Umso mehr freue ich mich aber“, sagt die Lavanttalerin.

Das Jahr 2021 wird ebenso ein richtungsweisendes Jahr für Elena Karner. Auf der U18-ITF-Tour will sich die Kärntnerin etablieren und zugleich auf der WTA-Tour ihren Erfahrungsschatz erweitern. „Dieses Jahr bin ich in der ITF-Rangliste unter den Top 100 und dadurch hat man die Chance, Wildcards für die 15.000-Dollar-Turnier zu bekommen. Denn sich immer durch die Qualifikation kämpfen zu müssen, ist hart“, sagt die junge Sportlerin.

Elena Karner
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Kultur: Birgit Stöckler

Birgit Stöckler aus St. Paul im Lavanttal war als Solistin schon auf zahlreichen Opern- und Konzertbühnen europaweit zu hören. „Aus diesem Grund ist es für mich eine besondere Ehre, dass so viele von Zuhause an mich gedacht haben, obwohl ich so weit weg bin“, sagt die 32-Jährige, die die Kategorie „Kultur“ bei der diesjährigen Wahl für sich entscheiden konnte.

Die Sopranistin studierte Gesang an der Kunstuniversität Graz. Auftritte hatte sie bereits an der Grazer Oper und beim Lehár-Festival in Bad Ischl. Auch beim St. Pauler Kultursommer oder den Musikwochen Millstatt stand sie bereits auf der Bühne.

Der hohe Wiedererkennungswert und die Flexibilität ihrer Stimme machen Birgit Stöckler zu einer gefragten Solistin im Oratorien- und Konzertbereich. Aktuell ist sie festes Mitglied im Opernchor des Nationaltheaters im deutschen Mannheim.

Die Corona-Pandemie stellte ihre Berufsgruppe allerdings vor besondere Herausforderungen: „Mein Wunsch für die Zukunft ist es deshalb, wieder unter herkömmlichen Bedingungen auftreten zu können.“

Birgit Stöckler
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