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WolfsbergPlatz für Naturschutz ist auch im eigenen Garten

Bei Wanderung durch Streuobstwiesen erhielt man Information über privaten Naturschutz. Man kann Bienenweiden schaffen oder hohle Bäume stehen lassen. Für einen Käfer gibt es Förderungen.

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Der Juchtenkäfer ist streng geschützt und braucht altes Holz © KK/Thomas Frieß
 

Bei einer Exkursion durch Streuobstwiesen in der Nähe von St. Stefan wies Stephan Stückler vom Projekt „Blühendes Lavanttal“ gemeinsam mit Mitgliedern des Ökoteams Graz am Freitag auf die Bedeutung dieser landschaftlichen Biotope hin. „Der Bestand an Streuobstwiesen ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Sie zählen aber zu den artenreichsten Lebensräumen. Daher ist ihre Erhaltung so wichtig“, betont Stückler.
Streuobstwiesen, die in der Regel maximal ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden und zahlreiche, auch alte und bereits recht morsche Hochstämme enthalten, sind ein bedeutendes Habitat für viele Tierarten. Zahlreiche Vögel wie der seltene Wiedehopf oder der Grünspecht, Fledermäuse, Siebenschläfer, Schmetterlinge, Eidechsen, Insekten oder Käfer fühlen sich hier bestens aufgehoben. Unter den Käferarten stechen der Körnerbock und der Juchtenkäfer besonders hervor. „Die Tiere finden hier nicht nur Futter, sondern auch Verstecke und Unterschlupf“, betont Stückler.

Blühende Aussichten

Naturschutzprojekt. „Blühendes Lavanttal“ ist ein Naturschutzprojekt der LAG Regionalkooperation Unterkärnten und des Lagerhauses Lavanttal. Ein besonderes Anliegen ist es, den Verlust an Streuobstwiesen zu stoppen und aktiven Naturschutz zu betreiben.
www.bluehendes-lavanttal.at


Um sich dem Schutz der Natur zu widmen, muss man allerdings nicht gleich Besitzer einer Streuobstwiese sein. Auch im eigenen Garten kann Naturschutz gelebt werden. „Wer den Juchtenkäfer nachweisen kann, erhält beispielsweise eine Förderung des Landes. Dieser Käfer, dessen Larven leicht mit jenen des Mai- oder Junikäfers verwechselt werden, liebt ausgehöhlte Bäume“, erklärt Stückler. Wer einen Streifen seiner Wiese nicht mäht, kann dort rasch eine ungewöhnliche Fauna beobachten. „Es gibt ja in jedem Garten Stellen, die man mit dem Rasenmäher nicht erreicht. Dort kann man Gräser und Blumen stehen lassen und nach dem Abwerfen der Samen mit der Sichel einmal drüber gehen“, rät Stückler. Durch das Anlegen von Bienenweiden wird man eine Vielzahl von Insekten anlocken. Nistkästen dienen nach dem Verlassen der Vogeljungen als Verstecke oder Deckung bei Schlechtwetter.

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