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CarinthijaDie Vielfalt ist Festprogramm bem 100-Jahr-Jubiläum

Kärnten beweist zum 100-Jahr-Jubiläum der Volksabstimmung 2020 mit 53 Projekten in überwältigender Bandbreite sein kulturelles Potenzial. Ein umfassendes Festprogramm wird bereits vorbereitet.

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Das 100-Jahr-Jubiläum der Volksabstimmung 2020 wirft seine Schatten voraus © Land Kärnten
 

Was mit „Funken, die zu einem Feuerwerk der Ideen werden sollen“ begann, wie „Carinthija 2020“-Koordinator Peter Fritz im März dieses Jahres meinte, hat sich nun in 53 von 89 eingereichten Projekten durchaus als solches erwiesen. Quer durch Kärnten – von Tradition und Brauchtum über Kunst, internationalen Kulturaustausch, Theater und Musik bis zur Wissenschaft spannt sich das vielfältige Programm zum 100-Jahr-Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung 2020. Für die Realisierung der Projekte stehen 1,8 Millionen Euro zur Verfügung, „dazu 100.000 für die Ausschreibung der Schulprojekte und 200.000 für die Wissenschaft“, so Igor Pucker, Leiter der Landesabteilung Kunst und Kultur. Eine Wanderausstellung, konzipiert von Landesarchiv, Landesmuseum und Experten, wird durch die Bezirksstädte ziehen.
Allein in Unterkärnten sind rund zwei Dutzend unterschiedlichste Projekte mit einer Vielzahl an Veranstaltungen geplant. Die Arge „Brücken Bauen“ (Gerhard Leeb) setzt künstlerische Interventionen an zwölf Brücken über die Drau (in Unterkärnten die Annabrücke, die Draubrücken in Seidendorf, Edling und Völkermarkt, die beiden bei Lippitzbach und jene in Lavamünd). Das Kärntner Bildungswerk geht dem Leben „An den Ufern der Drau“ nach – mit Veranstaltungsprogrammen von drei Arbeitsgruppen in Völkermarkt. Die Drau als Lebensader des zur Zeit der Volksabstimmung als Zone A bezeichneten Teiles Unterkärntens.
Um nachbarschaftliches Zusammenleben („Identität und Vernetzung“) geht es der Kulturinitiative „text:art“ in Lavamünd bei ihren Sonntagsmatineen in Wort, Musik, Gesang und Tanz. „Am Sprachgrat“ bewegt sich die Marktgemeinde St. Paul mit Wanderausstellung und Theaterprojekt „Prostživio“ in Kooperation mit Ruden, Lavamünd und Dravograd. Die historischen Ereignisse von 1918 bis 1920 sollen mit Familiengeschichten aus der Region verbunden werden.

Hintergrund

Das Jubiläumsprojekt „Carinthija 2020“ basiert auf drei Säulen: Veranstaltungen des offiziellen Kärnten, eine mobile Ausstellung, die durch das ganze Land wandert (Start in Völkermarkt, Abschluss in Klagenfurt) und Ausschreibungsprojekte (Kultur, Wissenschaft Bildung). Der geografische Fokus der Ausschreibung „Kultur, Kunst, Brauchtum“ ist auf jene Region gerichtet, die mit der Volksabstimmung 1920 historisch unmittelbar in Verbindung steht. Dabei sollen regionale Kompetenzen, Ressourcen und Identität gestärkt werden, das Zusammenleben auf Basis eines respektvollen Austausches und einer wertschätzenden Begegnung gefördert sowie regional-, kultur- und bildungspolitische Impulse ausgelöst werden.
Das Budget beträgt 6,5 Millionen Euro. 1,8 Millionen kommen vom Kulturbudget für regionale Projekte, 100.000 für Schul- und 200.000 für Wissenschaftsprojekte, 800.000 Euro von der Gemeindeabteilung gehen in Infrastrukturprojekte der Gemeinden sowie 520.000 Euro aus dem Agrarbudget in die Regionalentwicklung.


Das zweisprachig angelegte Projekt „Theater im Raum“ auf der Heunburg verschränkt die Aufführung des Stücks „Immer noch Sturm“ von Peter Handke mit Familiengeschichten der Region auf dem Hintergrund der Partisanengeschichte. Eine eigens entwickelte Tanztheaterproduktion zur Erinnerungskultur von Ausnahmekünstler Johann Kresnik unter Mitwirkung von Karlheinz Miklin und Gottfried Helnwein bietet das CCB Center for Choreography Bleiburg/Pliberk. Ebenfalls in Bleiburg widmet sich ein Projekt der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Ereignisse auf dem Loibacher Feld Ende des Zweiten Weltkriegs, bei dem die britischen Besatzer Zehntausende Ustascha-Soldaten Titos Einheiten übergeben haben.

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