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HilfsaktionDie Sternsinger sind jetzt wieder unterwegs

In Kärnten sind in diesen Tagen 7000 Sternsinger unterwegs. Sie sind ein fester Bestandteil unseres Brauchtums. Bei der Aktion 2018 wurden in Kärnten 1.503.472,56 Euro gesammelt.

Die Sternsinger ziehen jetzt wieder von Haus zu Haus © Katholische Jungschar
 

Die Botschaft der Sternsinger ist in der heutigen Zeit wohl aktueller denn je: Friede allen Menschen auf Erden, Menschenrechte für alle. In Kärnten sind von 27. Dezember bis 6. Jänner rund 7000 Sternsinger mit 2500 Begleitern unterwegs, um diese Botschaft in jedes Haus zu tragen. „Der großartige ehrenamtliche Einsatz so vieler zeichnet die Sternsingeraktion aus. Sie ist fest im Brauchtum unserer Gesellschaft verankert“, so Martina Erlacher, Diözesanreferentin der Katholischen Jungschar.

500 Hilfsprojekte

Die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, finanziert und begleitet jährlich 500 Hilfsprojekte. Die Spenden werden zum Segen für notleidende Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Bei der Aktion 2018 wurden in Kärnten 1.503.472,56 Euro gesammelt.

„Sternsingen macht Spaß und ist sinnvoll. Das Wissen, dass auf unserer Welt vieles nicht in Ordnung ist und die Kinder durch das Sternsingen die Möglichkeit haben, aktiv zu werden, damit unsere Welt besser wird, begeistert jedes Jahr aufs Neue“, sagt Erlacher.

Sternsinger: Singend mit einem Stern

Lydia Biedermann (14) aus Feldkirchen kennt sich mit allen Königen bestens aus. Sie ist seit neun Jahren als Sternsinger unterwegs, einen „fixen König“ hat sie nicht: „Wir wechseln das eigentlich immer so durch, das entsteht alles sehr spontan, im Laufe der Zeit kennt man dann ja schon alle Texte.“ Als Grund für ihr Engagement nennt sie den sozialen Hintergrund: „Ich mache das sehr gerne, mit dem Wissen, dass man anderen Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns, ein besseres Leben schaffen kann.“

David Springer

Elena Penz (13) aus Wolfsberg war heuer bereits zum siebten Mal mit ihrer Sternsinger-Truppe unterweges. „Es macht großen Spaß, weil wir so eine tolle Truppe sind. Mein Motivationsfaktor ist, den Leuten eine Freude zu bereiten“, sagt die junge Lavanttalerin, die täglich zwischen 400 und 500 Haushalte in Wolfsberg besuchte. Drei bis vier Tage lang war sie vor dem Neujahrswechsel unterwegs, um als „Melchior“ mit Liedern und Gedichten den Menschen Freude zu bereiten.

Martina Schmerlaib

Fabian Huber (24) ist seit zehn Jahren Sternsinger in der Pustertaler Gemeinde Heinfels. Dort ist es Tradition, dass Erwachsene als „Kinige“ von Haus zu Haus ziehen. „Es geht darum, Gutes zu tun“, sagt der Instrumentenbauer. Neben den Spenden sei es auch wichtig, den Dorfbewohnern eine Freude zu machen. Etwa 20 Lieder zählt das Repertoire der neunköpfigen Sternsingergruppe. Fabian Huber führt die Gruppe mit dem Stern an. Das Kunstwerk aus Glas hat er eigenhändig gefertigt. „Ich trage ihn mit Stolz“, sagt er.

Michael Egger

Für Lea Keller aus Gmünd heißt es auch in den Ferien früh aufstehen. Um acht Uhr treffen sich die Sternsinger, um von Haus zu Haus zu ziehen. Die Neunjährige ist zum zweiten Mal dabei und spielt Kaspar: „Ich tue es für arme Kinder, die auf der Straße leben. Meine Schulfreundin macht auch mit.“ Im Vorfeld wurde fleißig geprobt, „ich sage zwei Sätze und wir singen ein Lied“. Nach stundenlangem Einsatz, und das selbst bei stürmischem Wetter, hat man sich eine Pause verdient, „mit Wiener Schnitzel und Eis“.

KK/Keller

Zum dritten Mal war Celine Strmljan (9) aus St. Filippen, Gemeinde Brückl, mit einer Sternsinger-Truppe unterwegs. Heuer zum zweiten Mal als Sternträgerin. „Ich bringe gerne das Licht in die Häuser. Es macht mir Spaß mit meinen Freunden von Haus zu Haus zu ziehen, um Spenden für einen guten Zweck zu sammeln“, sagt die Neunjährige. Einen Tag lang ist sie mit vier weiteren durch ihre Heimat marschiert, hat gesungen und ein Gedicht aufgesagt. „Das mache ich gerne, ich singe auch in einem Chor.“

KK

Elena Marzano (9) aus Einersdorf ist schon zum zweiten Mal bei der Sternsinger-Aktion dabei. „Ich gehe mit, weil es spannend ist und schon letztes Jahr sehr unterhaltsam war. Sehr interessant finde ich es, alle Häuser in meinem Dorf einmal von innen zu sehen“, erzählt die Neunjährige aus Einersdorf in der Stadtgemeinde Bleiburg/Pliberk, die als „Balthasar“ die Kassa trägt. Die Lieder und Texte werden von den Sternsingern in allen Häusern zweisprachig vorgetragen.

Tamina Katz

Josef Poluk (75) ist der älteste Sternsinger der Dompfarre zu Klagenfurt. Mit Begeisterung sei er – mit einer von zwei Erwachsenengruppen - unterwegs, sagt der 75-Jährige. Es sei „schön den Leuten Freude zu bringen“, sagt er auf dem Weg in ein Krankenhaus. „Wir werden sehr gut aufgenommen“, sagt „König Balthasar“ Josef Poluk. Ob die Sternsinger den Leuten Glück bringen? „Man sagt so“, meint der Pensionist lächelnd, „ich hoffe es!“

Elisabeth Peutz

Die Brüder Simon (10) und Miha (9) Lesjak aus Rosegg sind seit sechs beziehungsweise fünf Jahren in den unterschiedlichsten Rollen als Sternsinger unterwegs. „Wir sind sehr gerne dabei und sammeln für einen guten Zweck. Dadurch können wir anderen Menschen helfen, die weniger besitzen.“ Sie sammeln in den Ortschaften Frög/Breg, Duell, Untergoritschach und Raun/Ravne und singen alle Lieder zweisprachig.

Privat
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Kommentare (6)

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GustavSchatzmayr
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die eiligen drei Könige!

Ich bin dagegen, dass die Katholische Kirche Kinder auf den "3-Königs-Strich" schickt, um Geld anzuschaffen.

Im KZ-Artikel wird zwar angeführt, dass rund 1,5 Mio € gesammelt wurden, jedoch nicht wie viel davon bei den Hilfsprojekten ankommt. Es wird suggeriert, dass jeder Cent in Afrika landet, allein mir fehlt der Glaube!

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solder
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mir fehlt der moor

den hat man wohl pc korrekt entsorgt. solche ausgrenzer.

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MB75
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Na dann ab nach draußen, wenn Ihnen DAS Moor fehlt...

... oder fehlen Ihnen doch Grundkenntnisse der Orthographie?

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solder
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"was kümmert mich das wörtliche"

cop. ein berühmter österreicher

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MB75
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Ein wahres Spiegelbild unserer Gesellschaft...

Klappe aufreißen, überall den Senf dazugeben und hinterher Schwanz einziehen...

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solder
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trotzdem

wo ist der moor, mohr?

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