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WolfsbergHerbstferien werden im Tal heiß diskutiert

Im Bezirk Wolfsberg gibt es unterschiedliche Meinungen zu den Herbstferien. HAK, Borg und HLW haben sich für Herbstferien entschieden, die HTL und das Stiftsgymnasium St. Paul dagegen.

Kathleen Hogan, Mathias Tatschl und Lukas Linzer vom Borg freuen sich auf die Herbstferien © Schmerlaib
 

Um die sogenannten Herbstferien, die heuer im Bezirk Wolfsberg von 26. Oktober bis 4. November von einigen Schulen in Anspruch genommen werden, sind heiße Debatten entbrannt. Sind Herbstferien sinnvoll oder nicht? Brauchen die Kinder schon im Herbst eine Auszeit?

Die Tendenz vieler Schulen, drei von fünf schulautonomen freien Tage zu blocken und für Herbstferien zu nutzen, ist nicht für alle Beteiligten erfreulich. „Viele Eltern stellt es vor ein schier unlösbares Problem, wenn ihre Kinder unterschiedliche Schulen besuchen und an unterschiedlichen Tagen frei haben“, ärgert sich eine betroffene Mutter von zwei Kindern.

Berufstätige Eltern müssten sich frei nehmen oder eine Kinderbetreuung organisieren. Ärgerlich sei auch, dass die Entscheidung bezüglich der schulautonomen freien Tage teils erst im Herbst fällt. „Grundsätzlich bin ich gegen eine lange Auszeit, weil der Lernrhythmus der Kinder unterbrochen wird“, sagt sie.

Einheitliche Regelungen

Innerhalb einiger Gemeinden des Lavanttals gibt es Bemühungen um einheitliche Regelungen der schulfreien Tage. Isabella Karner-Knes, Inspektorin für Pflichtschulen, erwartet sich in Wolfsberg eine derartige Regelung. „Im Pflichtschulbereich gibt es Absprachen“, sagt sie. Die Entscheidung müssen aber Lehrer, Schüler und Elternvertreter jeder Schule extra treffen. Dafür zuständig seien das Schul- oder Klassenforum. Helmut Kirisits leitet die Volksschule Wolfsberg mit 240 Schülern.

„Wir haben unsere schulautonomen freien Tage nicht gebündelt, weil wir den Herbst für die beste Lernzeit halten“, sagt er. In Absprache mit der Neuen Mittelschule werde es in den Sommermonaten freie Tage geben. „Die Eltern wurden informiert, es gibt keine Einwände“, so der Direktor.

Keine Herbstferien für HTL-Schüler

Der Großteil der Schüler des Bundesschulzentrums Wolfsberg wird heuer erstmals Herbstferien genießen können. Die Höheren Schulen HAK, HLW und Borg haben sich für Ferien im Herbst ausgesprochen, der Schulgemeinschaftsausschuss der HTL jedoch dagegen. „Es gab eine klar mehrheitliche Entscheidung gegen Herbstferien. Wir haben darüber mit allen Vertretern diskutiert und das so beschlossen“, sagt Schulleiter Jürgen Jantschgi. Ebenso gegen Herbstferien hat sich das Stiftsgymnasium St. Paul entschieden.

„Wir werden die Entscheidung evaluieren. Wir haben die Erwägung der Herbstferien bereits in der Sitzung des Schulgemeinschaftsausschusses im April kommuniziert, im Juli wurde dann der Beschluss gefasst“, sagt Peter Reischl, Direktor des Borg mit insgesamt 370 Schülern.

„Nur ein Elternteil hat bisher die Entscheidung bedauert“, berichtet Reischl, der als Schulleiter im Schulgemeinschaftsausschuss kein Stimmrecht hat. Aber auch die Schülervertretung des Borg kann den Herbstferien etwas abgewinnen: „Es passt gut in den gesamten Schulzeitplan. Wir sind für die Herbstferien“, sagen die beiden Schulsprecher Kathleen Hogan und Lukas Linzer. „Obwohl es vielleicht zuvor etwas stressiger wird, kann man sich dann dafür in den Ferien gut auf Schularbeiten und Co. vorbereiten“, sagt auch Mathias Tatschl, Schulsprecher-Stellvertreter.

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