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LavanttalStarkregen, Muren, Feuer: Das große Aufräumen hat begonnen

Die Feuerwehrleute, die in der Nacht im Einsatz standen, sind den ganzen Samstag über mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Durch Muren wurden Straßen verlegt, Hausbesitzer kämpfen mit Überflutungen.

Der Einsatz in Ferndorf. In Oberkärnten sind die Aufräumarbeiten großteils abgeschlossen © FF Ferndorf
 

"Es war kurz und heftig", sagen Augenzeugen über die Unwetter am Freitagabend. Über ganz Kärnten gingen Gewitter nieder. Am stärksten betroffen war das Lavanttal, insbesondere die Gemeinde Wolfsberg.

Auch in Oberkärnten im Raum Ferndorf und Irschen mussten die Feuerwehren am Freitag besonders oft ausrücken. "In den Ortschaften  Glanz und Gschriet sowie wurden Verklausungen gelöst, Straßen von Geröll befreit und Keller ausgepumpt", heißt es von der FF Ferndorf.

Während die Beseitigungsarbeiten im Bezirk Spittal großteils noch in der Nacht erledigt werden konnten, mussten die Feuerwehren in Wolfsberg auch am Tag danach ausrücken. 

Auch die Firma Mahle war von den Unwettern betroffen Foto © Bachhiesl

Denn am Samstag ging es für die Helfer in Unterkärnten mit dem ganz großen Aufräumen weiter. Gemeinde-Feuerwehrkommandant Christoph Gerak aus Wolfsberg sagt: "Es gab in zahlreichen Wohnhäusern und Firmen Überschwemmungen. Mehr als 50 Feuerwehrleute werden noch den ganzen Samstag damit beschäftigt sein, Wasser aus Gebäuden zu pumpen." Im Bereich Priel stand das Wasser in den Gärten und Kellern einer gesamten Wohnsiedlung, wie die Einsatzdrohne der Freiwilligen Feuerwehr Reideben  zeigt. Der Arlingbach führte am Freitag besonders massives Hochwasser.

Hattendorf in Wolfsberg traf das Unwetter Freitagabend schlimm Foto © KLZ/Schmerlaib

 

Die Aufräumarbeiten nach den Unwettern in Hattenberg. Am Samstag hatten die Helfer viel zu tun Foto © KLZ/Schmerlaib

Durch die Unwetter wurden auch zahlreiche Straßen von Muren oder umgestürzten Bäumen verlegt. "Mit Hilfe von Baggern muss das Geröll nun entfernt werden,"sagt Gerak.

Schlimm getroffen hat es etwa Familie Bombek aus St. Thomas: "Wir waren nicht Zuhause. Zuerst hatte es auch nicht so schlimm ausgesehen, aber dann ging alles ganz schnell und ich konnte nicht einmal mehr zum Haus. Das Wasser hat unser ganzes Grundstück überflutet sowie die Garage und Teile des Erdgeschoßes. Jetzt sind wir damit beschäftigt, das Grundstück vom Schlamm zu befreien", sagt Anita Bombek.

Das Grundstück von Familie Bombek hat es schlimm erwischt Foto © Schmerlaib

Die Garagen müssen komplett leer geräumt werden, um den Schlamm zu beseitigen Foto © Schmerlaib

Ebenso schlimm traf es eine Familie in Hattendorf in Richtung Arlinggraben bei Wolfsberg. "In kürzester Zeit ist das Wasser über die Ufer getreten und hat unseren gesamten Hof überschwemmt. Sogar bei der Haustüre ist es hereingekommen, aber wir konnten durch Holzplatten Schlimmeres verhindern. Wir sind einfach nur froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist."

 

Viele Betroffene sind auf freiwillige Helfer angewiesen Foto © Schmerlaib

Blitzschlag als Brandursache

Zwei Gebäude wurden am Freitag  durch Blitzeinschläge beschädigt. Wobei das Nebenhaus eines Bauernhofes in der Gemeinde St. Paul völlig zerstört wurde. "Die Brandursache ist nun geklärt. In das Haus hatte ein Blitz eingeschlagen", sagt Gerald Sulzer, Kommandant der FF. St Paul. Der Besitzer habe noch versucht mit einem Handfeuerlöscher den Brand einzudämmen, schildert Sulzer. "Der Mann wurde am Freitagabend mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht."

Im Einsatz sind derzeit unter anderem die Feuerwehren Wolfsberg, St. Marein, St. Stefan, St. Johann, St. Micheal und Reideben. Unter anderem wurde auch schweres Gerät von den benachbarten Feuerwehren aus Völkermarkt angefordert.

 

Die Brandruine am Tag danach in St. Paul Foto © Bachhiesl

Auch Brücken wurden im Arlinggraben beschädigt Foto © Schmerlaib

Teilweise wurden die Straßen im Arlinggraben schwer beschädigt Foto © Schmerlaib

Foto © Bachhiesl

Foto © Bachhiesl

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