KärntenBrände, Hochwasser, Muren: 81 Einsätze in wenigen Stunden

500 Feuerwehrleute standen Freitagabend im Einsatz. Über Oberkärnten und Unterkärnten gingen heftige Gewitter nieder. Ganze Ortsteile waren wegen Vermurungen nicht mehr erreichbar, Bäche wurden binnen kürzester Zeit zu reißenden Fluten.

In Mühlviertel, Gemeinde St. Paul im Lavanttal, wurde ein altes Bauernhaus durch einen Brand fast gänzlich zerstört. © Feuerwehr St.Paul
 

Die Unwetterbilanz von Freitagabend fällt heftig aus. Genauso heftig waren die Gewitter: Kurz nach 16 Uhr sorgten Gewitterzellen in Oberkärnten für die ersten Einsätze der Feuerwehren. Im Raum Ferndorf und Irschen mussten Keller ausgepumpt werden. Zahlreiche Straßen und Flächen standen durch den Starkregen binnen kürzester Zeit unter Wasser. Auch in den Gemeinden Weißenstein, Paternion, Feld am See, Döbriach und Velden sorgten, die teilweise starken Gewitter, für Feuerwehreinsätze, heißt es von der Landesalarm- und Warnzentrale.

Überschwemmungen bei der Firma Mahle in Wolfsberg Foto © Feuerwehren St.Paul, Wolfsberg, Reideben

Gegen 18 Uhr konzentrierte begannen die Unwetter dann im Lavanttal zu toben. Starkregen lies Bäche binnen kürzester Zeit zu reißenden Fluten anschwellen. Verklausungen führten zu Überflutungen. Wasser drang in Gebäude, Keller und Lagerhallen ein. Der Arlingbach in Wolfsberg führte massives Hochwasser.

 

Überschwemmungen in Wolfsberg Foto © Feuerwehr Reideben

Allein im Bezirk Wolfsberg galt es 46 Einsätze zu bewältigen, teilt die LAWZ mit.  In Frantschach-St.Gertraud sorgte ein Blitzeinschlag für enormen Sachschaden bei einem Wohnhaus, ein Teil einer Gebäudedecke wurde dabei stark beschädigt. In Wolfsberg standen alle 11 Feuerwehren der Gemeinde im Unwettereinsatz.

Bauernhaus zerstört

In Mühlviertel, Gemeinde St. Paul im Lavanttal, wurde ein altes Bauernhaus durch einen Brand fast gänzlich zerstört. Sechs Feuerwehren konnten den Brand eindämmen. Brandursache sowie das Schadensausmaß ist derzeit nicht bekannt. Auch in der Gemeinde Lavamünd wurden Unwetter- und Hochwassereinsätze verzeichnet.

In der Gemeinde Neuhaus, Bezirk Völkermarkt, sorgten die starken Niederschläge für Vermurungen. Straßen waren durch umgestürzte Bäume verlegt. Die Ortsbereiche Illmitzen, Motschulagraben, Graditschach sowie Teile von Bach waren auf dem Straßenwege nicht erreichbar. Die örtlichen Feuerwehren von Neuhaus bis Bleiburg sowie auch zwischen Kühnsdorf und Eberndorf waren bis Mitternacht bei Aufräumarbeiten im Einsatz.

500 Feuerwehrleute im Großeinsatz

In Summe mussten am Freitagabend 48 Kärntner Feuerwehren zu
81 Unwettereinsätzen ausrücken. Über 500 Feuerwehrmitglieder|innen waren bis weit über Mitternacht im Einsatz.

Am Samstag werden die Aufräumarbeiten wieder aufgenommen und weitergeführt. 

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