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St. PaulVorfreude auf einen Sommer voller Noten im ehrwürdigen Stift

Der Geschichtsverein für Kärnten präsentiert die Lautentabulatur des Stiftes St. Paul. Am Samstag wird der 39. Kultursommer eröffnet. Das Programm bietet renommierte Künstler und eine Plattform für Jugend.

Musikwochen - ein Festival der Gen�sse!
Die Brüder Eduard und Johannes Kutrowatz spielen auf zwei Klavieren Werke von Mozart und Liszt © APA
 

Das Stift St. Paul ist reich an Kunst- und Kulturschätzen, wie alljährlich bei den Ausstellungen und beim St. Pauler Kultursommer eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird. Eine weitgehend unbekannte musikalische Rarität, die im Stift im Verborgenen schlummert, hat jetzt der Geschichtsverein für Kärnten aus dem Dornröschenschlaf geküsst. In einer Publikation stellen Dieter Kirsch und John H. Robinson die St. Pauler Lautentabulatur aus dem frühen 17. Jahrhundert vor.
Was bislang nur einem kleinen Kreis von Spezialisten bekannt war, steht nun also auch einer breiteren interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Dabei gewinnt man Einblick in die Lebenswelt dilettierender Lautenspieler vor 400 Jahren. Liebhaber alter Musik können anhand der Noten Lied- und Tanzgut nachvollziehen.

Schöne Tradition

Ein weiterer musikalischer Leckerbissen dieser Woche ist die Eröffnung des 39. St. Pauler Kultursommers am Samstag mit der Alt-Lavanttaler Trachtenkapelle. „Wir sind in der Gestaltung des Programms auch heuer wieder um große Stimmigkeit bemüht und versuchen, altes und gänzlich neues Kulturgut in harmonischer und stilvoller Weise zu verbinden und zu präsentieren“, sagt Pater Siegfried Stattmann, Vorsitzender des Vereins „Freunde des St. Pauler Kultursommers“.

Buch und Konzert

Buchpräsentation. Der Geschichtsverein für Kärnten stellt die Publikation „Die Lautentabulatur im Stift St. Paul“ am Donnerstag um 18 Uhr im Landesarchiv in Klagenfurt vor. Musikalisch umrahmt wird der Abend von Dagmar Jurkowitsch und Erich Lippitsch (Musica Claudiforensis).
Kultursommer. Der Kultursommer wird am Samstag mit der Alt-Lavanttaler Trachtenkapelle um 19 Uhr im Atrium des Stiftes eröffnet. Am Sonntag gestalten der Stiftschor und die Camerata Paulina um 10 Uhr die Messe.


Alte Klangwelten finden in St. Paul ebenso ihren Platz wie die Moderne. Jazzig geht’s am 23. Mai zu, wenn das Streichquartett „eXtracello“ einen Abend von „klassisch bis neutönend, kitschig bis schräg“ verspricht. Am 1. Juni gastieren die Brüder Eduard und Johannes Kutrowatz in der Stiftskirche, zwei Ausnahmekünstler, die bereits rund um den Globus aufgetreten sind. Freuen darf man sich auch auf den 10. Juni, wenn die bedeutende Harfenistin Monika Stadler spielt. Die Jugend repräsentieren beispielsweise Mitglieder des steirischen Landesjugendchores am 17. Juni und der Musikschule Völkermarkt am 26. Juni. Am 7. Juli gestaltet Waltraud Mucher-Gregan einen Liederabend. Am 14. August kommen die Wiener Instrumentalsolisten. Beschlossen wird der Kultursommer am 17. August mit Kammermusik. Es spielen Florian Kitt und Carlos Rivera-Aguilar.

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