Wolfsberg„Meister“ machen die Straßen im Bezirk sauber

Die Straßenmeistereien führen pro Jahr drei Generalreinigungen der Straßen durch. Pro Durchgang fallen 800 bis 900 Säcke Müll an. Wird ein Umweltsünder erwischt, ist mit einer Geldstrafe zu rechnen.

Von Kühlschränken bis Bauschutt – es gibt nichts, was noch nicht gefunden wurde © Schusser
 

Fahrräder, voll gefüllte Restmüllsäcke, Batterien, Verpackungsmaterial oder auch Kühlschränke – all das finden die Mitarbeiter der Straßenmeistereien derzeit an den Straßenrändern und an Park- und Rastplätzen bei der Frühjahrsreinigung.

„Schwarze Schafe, die Müll und Unrat in den Wäldern entsorgen, gibt es leider immer wieder“, berichtet Gerhard Scheiber, Bezirksleiter der Bergwacht Wolfsberg. „Dennoch ist eine positive Entwicklung bemerkbar, Menschen achten verstärkt auf die Reinhaltung der Natur, es ist fast ein neues Bewusstsein entstanden.“ Durch diverse Aktionen in den Gemeinden, die Möglichkeiten bieten, beispielsweise Silo und Sperrmüll fachgerecht zu entsorgen, seien gravierende Ablagerungen wie Bauschutt in den Wäldern nicht mehr vorgekommen.

Die Bergwacht macht allerdings zur Zeit des Frühlingsputzes in den Gärten darauf aufmerksam, dass Grünschnitt, Gehölz und Gras entweder der Müllabfuhr überlassen oder im Garten kompostiert und keinesfalls in Wäldern oder auf Wiesen abgelagert werden dürfen. Rechtlich gesehen sind Gartenabfälle Müll, diese bringen das Gleichgewicht des Waldes durcheinander.

Wird ein Umweltsünder erwischt, muss dieser mit einer Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft wegen Übertretung des Naturschutzgesetzes und mit einer Geldstrafe rechnen.

Appell der Straßenmeisterei

Wenn es um Müllablagerungen am Straßenrand und auf Grünflächen entlang der Straßen geht, hat die Straßenmeisterei Wolfsberg unter Manfred Gaber Bedenkliches zu berichten: „Wir appellieren mit Nachdruck, die Straßen nicht zu vermüllen. Im Endeffekt ist es der Steuerzahler, der Beseitigung und Reinigung mitbezahlt.“

Gaber beschreibt außerdem eine große Problematik im Hinblick auf das Wegwerfen von Hausmüll, Plastik und die Ablagerung von Sperrmüll auf Rastplätzen. Pro Durchgang würden laut Straßenmeisterei 800 bis 900 Stück 50-Liter-Säcke an Müll anfallen, die vom Streckendienst wöchentlich eingesammelt werden müssen: „Am Straßenrand hingegen sticht vor allem das Verpackungsmaterial einer Fast-Food-Kette ins Auge, das meist aus dem fahrenden Auto geworfen wird.“

Zum achtlosen Verhalten im öffentlichen Raum betont Bezirkshauptmann Georg Fejan: „Solange kein Umdenken in der Bevölkerung passiert und ein allgemeines Bewusstsein geschaffen wird, dass es keine Lappalie ist, öffentlichen Raum mit Müll zu verunstalten, wird das Problem bestehen bleiben. Wird jemand beim widerrechtlichen Handeln erwischt, werden von Seiten der Bezirkshauptmannschaft Organstrafmandate verhängt.“ Fejan hebt aber auch lobenswerte Initiativen hervor: etwa Schulklassen, die in Umweltprojekten Müll sammeln.

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kyon
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In Neuseeland, Kanada, Australien, USA,

Puerto Rico, Japan gibt es eine zusätzliche Aktion Straßen sauber zu bekommen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Adopt-a-Highway

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